Letztes Update:
20210609133114

Landkreis Kronach: Inzidenz geht deutlich zurück

13:19
09.06.2021
Ein 87-Jähriger stirbt an und mit dem Coronavirus.

Landkreis Kronach - Im Landkreis Kronach ist ein weiterer Mensch mit nachgewiesener Covid-19-Infektion gestorben. Laut Landratsamt handelt sich dabei um einen 87 Jahre alten Mann. Damit steigt die Zahl der Corona-Todesopfer auf 95.

Einen deutlichen Sprung nach unten hat die Sieben-Tage-Inzidenz gemacht. Laut Robert-Koch-Institut ging sie von 83,9 am Dienstag auf 62,9 am Mittwoch zurück. 42 Männer und Frauen hatten sich in den vergangenen sieben Tagen neu mit Covid-19 angesteckt, seit Dienstag waren es acht. Sechs Erkrankte sind in diesem Zeitraum genesen. In Quarantäne befanden sich am Mittwoch 72 Infizierte. Seit Ausbruch der Pandemie haben sich damit insgesamt 4201 Personen mit Corona angesteckt, 4034 sind genesen.

Geänderte Testzeiten in Wallenfels
Das Landratsamt macht darauf aufmerksam, dass sich in der Schnellteststelle in Wallenfels (Kulturzentrum) die Testzeiten wie folgt ändern: Montag von 7.30 bis 8.30 Uhr, Mittwoch von 13 bis 14 Uhr, Freitag von 18.30 bis 19.30 Uhr.

Online-Redaktion

Markt für illegale Drogen widerstandsfähig gegen Corona

13:14
09.06.2021
In Lissabon wurde der Europäische Drogenbericht vorgestellt. Besonders große Sorgen bereiten die vielen neuen Drogen und die zunehmende Digitalisierung der Drogenmärkte.

Lissabon - Der europäische Markt für illegale Drogen hat sich als widerstandsfähig gegen Störungen durch die Corona-Pandemie erwiesen.

Die Risiken für die öffentliche Gesundheit nahmen sogar eher noch zu, da mehr Stoffe mit teils sehr hoher Wirksamkeit und Reinheit registriert wurden, wie die EU-Drogenbeobachtungsstelle (EMCDDA) in ihrem am Mittwoch in Lissabon vorgestellten Europäischen Drogenbericht 2021 betonte.

Die EU-Kommissarin für Inneres, Ylva Johansson, hob die weiter anhaltende Bedrohung durch illegale Drogen hervor. "Ich bin besonders besorgt über die hoch reinen und hoch wirksamen Substanzen, die auf unseren Straßen und im Internet erhältlich sind, sowie über die 46 neuen Drogen, die allein im Jahr 2020 in der EU entdeckt wurden", sagte die Schwedin. Die Gesamtzahl der von der EMCDDA überwachten Substanzen sei auf 830 angewachsen.

Kriminelle Gruppen hätten die illegale Drogenproduktion in Europa - und damit näher bei den Konsumenten - verstärkt, um so Maßnahmen zur Bekämpfung des illegalen Handels zu umgehen. Dies habe Umwelt-, Gesundheits- und Sicherheitsrisiken vergrößert. Drogenhändler hätten sich auch schnell an Reisebeschränkungen und Grenzschließungen angepasst. So sei weniger auf menschliche Drogenkuriere und dafür mehr auf kommerzielle Lieferketten gesetzt worden.

Die Corona-Beschränkungen hätten den Straßenverkauf von Drogen 2020 nur zeitweise eingeschränkt. Drogenverkäufer und -käufer nutzten inzwischen verstärkt verschlüsselte Nachrichtendienste, Social-Media-Apps, Online-Quellen sowie Post- und Lieferdienste. Es sei nicht auszuschließen, dass sich die Drogenmärkte durch die Pandemie dauerhaft digitalisiert hätten.

Die Zahl der Toten durch eine Überdosis illegaler Drogen sei 2019 EU-weit auf 5141 gestiegen - drei Prozent mehr als 2018. Neuere Daten lagen noch nicht vor. 2019 seien insgesamt 370 Drogenlabore ausgehoben und 3,7 Millionen Cannabis-Pflanzen entdeckt worden. Die Menge der in allen 27 EU-Ländern zusammen beschlagnahmten Amphetamine und Methamphetamine wurde für 2019 mit 20,48 Tonnen angegeben - in Deutschland waren es 1,67 Tonnen.

dpa