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Corona stoppt Zuzug nach München weitgehend

09:25
10.03.2021
Die Corona-Pandemie hat den Zuzug nach München und ins Umland der Landeshauptstadt im vergangenen Jahr gestoppt - zumindest vorübergehend. Der regionale Planungsverband geht davon aus, dass die Bevölkerungsentwicklung in Bayerns größtem Ballungsraum im vergangenen Jahr erstmals seit Jahren weitgehend stagnierte. Demnach dürfte die Einwohnerzahl Münchens wie im Vorjahr bei etwa 1,48 Millionen Menschen liegen, schreiben die Fachleute des Verbands in einer am Mittwoch veröffentlichten Einschätzung. Zugrunde liegen dem die Daten des Statistischen Landesamts für die ersten drei Quartale. Im Münchner Umland dürfte die Bevölkerung demnach mit 1,44 Millionen Menschen ebenfalls konstant geblieben sein.

2019 war die Einwohnerzahl der Landeshauptstadt noch um 13 000 Neu-Münchner kräftig gestiegen, im Umland waren es 6000 zusätzliche Bürger. Die Dimension wird vor allem in der längerfristigen Betrachtung sichtbar: Von 2009 bis 2019 hatte sich die Einwohnerzahl des Großraums um 273 000 Menschen vermehrt - was fast der Einwohnerzahl Augsburgs entspricht.

Das Wachstum geht laut Planungsverband überwiegend auf den Zuzug aus dem Ausland zurück, mit Rumänen, Italienern und Kroaten an der Spitze. Abgesehen davon verzeichnen München und die umliegenden Landkreise auch einen Geburtenüberschuss. Der Zuzug ist ein Hauptgrund für den Anstieg von Immobilienpreisen und Mieten, den Corona jedoch nicht gestoppt hat. Nach den im Februar veröffentlichten Daten des Immobilienverbands Süd sind Häuser und Wohnungen von Frühjahr bis Herbst 2020 ein weiteres Mal beträchtlich teurer geworden.

Corona-Selbsttests an Schulen in Bayern künftig auch für Jüngere

08:45
10.03.2021
Auch Schülerinnen und Schüler unter 15 Jahren sollen sich künftig einmal pro Woche direkt in der Schule selbst auf eine Corona-Infektion testen können – freiwillig, aber dann unter Anleitung und Aufsicht. 

München – Das kündigten Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) und Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Mittwoch bei einem Besuch an einer Grundschule in München an. Nach Worten Piazolos wird es aber nicht überall schon am kommenden Montag, also mit der anstehenden Ausweitung des Wechselunterrichts, losgehen. Das Rote Kreuz und andere Organisationen sollen bei den Tests helfen.

Bislang waren die neuen Corona-Selbsttests lediglich für Lehrkräfte sowie für Schülerinnen und Schüler ab 15 Jahren vorgesehen gewesen und entsprechend vom Freistaat ausgeliefert worden. Nun habe man sich darauf verständigt, dies auszuweiten, erklärten die Minister. Das Selbsttest-Angebot solle aber grundsätzlich freiwillig sein, betonte Piazolo, auch für die einzelnen Schulen, „wenn die Schule sagt, wir kriegen das jetzt nicht hin“. Man wolle dies nun „aufwachsen lassen“. Schüler über 15 sollen sich weiterhin auch zu Hause testen können.

Stoiber fordert Fehleranalyse der Corona-Politik

08:27
10.03.2021
Der frühere bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber mahnt den Abbau von Bürokratie in der Corona-Krise an. "Ich glaube, wir haben sicherlich in der bürokratischen Ausformung überzogen", sagte der Ex-CSU-Chef dem Bayerischen Rundfunk. "Wir brauchen eine Fehleranalyse. Was haben wir in der Pandemie und in der Bekämpfung der Pandemie falsch gemacht? Was ist falsch gelaufen?"

In den Parlamenten sollte von vornherein mehr über die konkrete Umsetzung von Gesetzen gesprochen werden. "Bürokratie verselbstständigt sich, wenn die Bestimmungen zu detailliert und zu kompliziert sind", sagte Stoiber im Gespräch mit der Redaktion "Radiowelt".