Letztes Update:
20210604181816

Landkreis Wunsiedel: Keine neuen Corona-Fälle

18:17
04.06.2021
Die Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis Wunsiedel beträgt 11,0. Ein Patient wird im Klinikum behandelt. Die Zahl der Corona-Impfungen steigt stetig an, die der Tests sinkt.

Wieder ein Tag ohne Neuinfektionen im Landkreis Wunsiedel. In der zurückliegenden Woche haben sich acht Personen mit Corona angesteckt – das entspricht einer aktuellen Sieben-Tage-Inzidenz von 11,0.

Seit Pandemiebeginn zählen die Behörden 5016 Corona-Fälle, bei 1547 liegt der Verdacht auf eine Mutation vor. Aktuell sind 27 Personen erkrankt; ein Patient ist im Haus Selb des Klinikums Fichtelgebirge untergebracht, muss aber nicht intensivmedizinisch betreut werden. 4792 Personen gelten als genesen.

Im Impfzentrum Wunsiedel wurden bislang 41 457 Erst- und Zweitimpfungen verabreicht. Weitere 15 304 Impfdosen haben die Hausärzte im Landkreis Wunsiedel verteilt. An den Teststationen wurden 403 Schnell- und 173 PCR-Tests gemacht.

Testmöglichkeiten im Landkreis Wunsiedel bestehen am Samstag und Sonntag jeweils von 9 bis 17 Uhr im Testzentrum Schirnding, Egerstraße 65, und im Testzentrum Selb, Roland-Dorschner-Halle, Sedanstraße 69. Außerdem haben die mobilen Teststationen heute, Samstag, von 9 bis 12 Uhr im Haus der Energiezukunft in Wunsiedel und von 14 bis 17 Uhr in der Alten Apotheke in Tröstau geöffnet.

Schulen starten in Präsenz, nur Naila nicht

16:18
04.06.2021
Spannung bis zur letzten Minute. Erst am späten Freitagnachmittag ist klar: Die Schulen im Landkreis gehen ab Montag in den Präsenzunterricht. Nur in Naila müssen Schüler weiter im Wechsel kommen.

Es ist Freitag, 10 Uhr, der Schul-Krimi beginnt. Die Frankenpost hakt zum ersten Mal beim Schulamt nach, um die aktuellsten Informationen abzufragen. Doch die Infos sind um diese Uhrzeit noch sehr schwammig. Es können nur Vermutungen abgegeben werden, die noch nicht offiziell bestätigt sind. Es heißt, dass erst am Nachmittag feststehen könnte, ob die Schulen im Landkreis wieder in den Präsenzunterricht dürfen.

Während die Redaktion auf ein Statement des Landrats hofft, sitzen Schulleiter, Lehrer, Eltern, Großeltern und die Kinder angespannt zuhause und möchten wissen, wie die nächste Woche aussieht. Es steht außer Frage, dass jeder der Beteiligten, auch Landrat Oliver Bär sowie Schulamtsdirektor Stefan Stadelmann, sich den Präsenzunterricht herbeisehnen. Das machten in letzter Zeit alle publik. Doch die Inzidenzwerte versetzen den Landkreis in eine Lage, die es am Freitag komplizierter macht als gedacht.

Denn der Landkreis schwankt beim entscheidenden Wert 50; in den vergangenen Tagen lag er knapp darüber. Am Freitag liegt er bei 55,91. Die Stadt Hof kann unterdessen aufatmen: Die Inzidenzwerte sinken stetig. Damit ist hier klar, dass es ab Montag unter Einhaltung der Hygieneregeln und mit Testungen in den Präsenzunterricht geht.

Um 15 Uhr folgt ein Anruf bei der Pressestelle im Landratsamt. Die Pressemitteilung sei verfasst, es müssten nur noch letzte Kleinigkeiten abgesprochen werden. Es soll sich nur noch um Minuten handeln.

Doch eine Stunde später gibt es immer noch nichts Neues. Ein Anruf bei Stefan Stadelmann soll Klarheit schaffen. Er ruft um 16.15 Uhr zurück, weiß bereits Bescheid, dass die Presse auf die Infos drängt. „Ich sitze auch auf heißen Kohlen, weil ich meine Schulleiter so schnell es geht informieren möchte“, sagt er. Das offizielle „Go“ über die neuen Regelungen gebe es aber immer noch nicht.

Dann folgt die Erleichterung: Die Mitteilung landet um 17.30 Uhr im Postfach. „Ab Montag sollen – parallel zu den Schulen in der Stadt – auch die Schulen im Landkreis zum Präsenzunterricht zurückkehren“, heißt es. Bär sagt: „Wir sind auf einem guten Weg, was die Entwicklung mit sinkenden Inzidenzwerten in den letzten Wochen gezeigt hat. Deshalb ist es richtig und für die Schulfamilie bedeutend, dass die Schüler nach den Ferien wieder Präsenzunterricht haben.“ Der Landrat werde deshalb eine Ausnahmegenehmigung erlassen, da dieser Schritt nach der geltenden Infektionsschutzmaßnahmenverordnung eigentlich erst für den siebten Tag unter dem Inzidenzwert 50 gelten würde.

„Von der Ausnahmegenehmigung zunächst nicht erfasst sind die Schulen in Naila“, heißt es weiter. Dort seien am Donnerstag und Freitag an zwei Kindertageseinrichtungen Coronafälle aufgetreten. Deshalb gelte dort in der nächsten Woche Wechselunterricht. Sollte der Inzidenzwert im Landkreis in den nächsten Tagen konstant unter 50 liegen, würde in der übernächsten Woche auch dort vollumfänglich Präsenzunterricht stattfinden.

Stadelmann sagt: „Ich freue mich über jeden Schüler, der wieder in den Präsenzunterricht gehen kann. Gleichzeitig hoffe ich, dass wir das diffuse Ausbruchsgeschehen in Naila so schnell wie möglich in den Griff kriegen.“