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20210604152736

München und Berlin: Sicherheitslücke bei Schnelltestanbieter

15:26
04.06.2021
Durch eine Sicherheitslücke in der Software eines Corona-Schnelltestanbieters mit Stationen in München und Berlin konnten Unbefugte auf Testergebnisse und andere sensible Daten zugreifen. Entdeckt wurde die Schwachstelle durch das Hackerkollektiv "Zerforschung". Der betroffene Anbieter, die MyDerma GmbH mit Sitz in Berlin, teilte am Freitag mit, die "mögliche Schwachstelle" habe einige Tage lang bestanden, sei aber, "wie wir sehen können, von niemandem genutzt" worden.

Nach Angaben des Hackerkollektivs waren rund 17 500 Testergebnisse des Berliner Anbieters von der Sicherheitslücke betroffen. Wie viele davon aus der Münchner Station kamen, wisse man nicht, hieß es von der Gruppe auf Nachfrage. Unter anderem seien aber Namen, Adressen und Telefonnummern "mit vertretbarem Aufwand" zugänglich gewesen. Eine solche Sicherheitslücke habe man auch bei drei weiteren Anbietern in Berlin und im Großraum Ravensburg gefunden. Der Umgang der Firmen mit Gesundheitsdaten sei "extrem verantwortungslos".

Die MyDerma GmbH betonte dagegen, bis auf die Hackergruppe habe niemand Zugang zu den Daten gehabt: "Entsprechend sind auch keine Daten in die Hände unbefugter Dritter gelangt." Das verwendete System weise nun aber "eine nochmals deutlich höhere Sicherheitsstufe" auf, teilte die Firma mit. Details nannte sie dazu nicht.

Bayerische Wirtschaft erleichtert über Corona-Lockerungen

14:36
04.06.2021
München (dpa/lby) - Die Wirtschaftsverbände in Bayern reagieren erfreut und erleichtert auf die bevorstehende Lockerung der Corona-Beschränkungen. "Die Chance, dass die Wirtschaft sich noch in diesem Jahr ein Stück weit von der schweren Krise erholt, stehen gut", sagte Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der bayerischen Wirtschaft, am Freitag. Die wirtschaftlichen Einbußen wieder wettzumachen, wird nach vbw-Einschätzung dauern: "Das Vorkrisenniveau wird die bayerische Wirtschaft frühestens Ende nächsten Jahres erreichen."

Auch der bayerische Industrie- und Handelskammertag (BIHK) begrüßte die Lockerungen: "Angesichts steigender Impfquoten, sinkender Infektionszahlen und einer Entlastung in den Kliniken war es an der Zeit, dass die Politik endlich die Beschränkungen im öffentlichen und wirtschaftlichen Leben mit Umsicht zurückfährt", erklärte BIHK-Präsident Eberhard Sasse.

Besonders die hart getroffenen Wirte und Hoteliers atmen auf: "Das war ein extrem wichtiger Schritt für das Gastgewerbe", sagte Angela Inselkammer, die Präsidentin des Hotel- und Gaststättenverbands Dehoga Bayern. Der Verband forderte Lockerungen auch für Bars und andere Wirtschaften ohne Küche ebenso wie für "musikveranstaltende Betriebe". Nach den ab Montag geltenden Vorschriften dürfen Speiselokale die Gäste wieder in der Stube bedienen, Schankwirtschaften nicht. Clubs, Diskotheken und Bordelle bleiben geschlossen.

dpa