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Videokonferenz-Dienst Zoom wächst weiter rasant

10:06
02.06.2021
Zoom gehört zu den Gewinnern der Corona-Krise, die den Videokonferenz-Anbieter ins Rampenlicht katapultierte. Die US-Firma arbeitet nun daran, ihr Geschäft für die Zeit nach der Pandemie fitzumachen.

San Jose - Der Videokonferenzdienst Zoom profitiert weiterhin massiv vom Wandel der Arbeitswelt in der Corona-Pandemie. Im vergangenen Vierteljahr stieg der Umsatz um 191 Prozent auf 956,2 Millionen Dollar.

Der Gewinn sprang von 27 Millionen Dollar ein Jahr zuvor auf 227,4 Millionen Dollar hoch, wie Zoom nach US-Börsenschluss mitteilte. Die Firma übertraf mit den Zahlen für das Ende April abgeschlossene erste Geschäftsquartal die Erwartungen der Analysten deutlich. Die Aktie legte im nachbörslichen Handel zeitweise um drei Prozent zu.

CEO setzt auf Fortbestehen des" hybriden Arbeitsmodells"

Zoom stellt sich zugleich auf die Zeit nach der Pandemie ein, in der wieder mehr Arbeit in Büros erledigt wird. Firmenchef Eric Yuan will sich für die Zukunft unter anderem damit rüsten, dass Zoom zusätzlich zu den Videokonferenzen auch die Sprachtelefonie in Unternehmen übernimmt. Dafür hat Zoom nun auch einen eigenen Telefonapparat mit großem Display im Angebot. Als jüngsten Erfolg in dem Bereich hob Yuan einen Deal mit dem Konsumgüter-Riesen Kimberly-Clark hervor, der 25.000 Telefonie-Anschlüsse bei Zoom buchte. Kimberly-Clark ist einer von bisher 21 Kunden mit mehr als 10.000 Telefonie-Anschlüssen bei Zoom. Yuan zeigte sich überzeugt, dass Video- und Sprachtelefonie in Unternehmen zu einer Dienstleistung verschmelzen werden.

Zoom bereitet die Anleger zugleich weiter darauf vor, dass das Wachstumstempo abflachen wird. Für das gesamte Geschäftsjahr stellte Finanzchefin Kelly Steckelberg ein Umsatzplus von rund 50 Prozent auf knapp vier Milliarden Dollar in Aussicht. Yuan prognostizierte aber, dass es keine Rückkehr zum Alltag vor Corona geben werde: "Das hybride Arbeitsmodell wird bleiben." Die Zoom-Aktie legte im vorbörslichen Handel am Mittwoch zeitweise um gut zwei Prozent zu.

Kunde n sind größere Unternehmen und Privatpersonen

Zoom war mit der Corona-Krise in eine neue Liga aufgestiegen. Die Firma sollte ursprünglich Videokonferenzen für Unternehmen zur Verfügung stellen. In der Pandemie nahm aber nicht nur die Nutzung in Firmen zu: Auch Privatpersonen greifen zu Zoom für alle möglichen Gelegenheiten - von Familientreffen bis zu Yoga-Stunden.

Das Geld verdient Zoom allerdings nach wie vor im Geschäft mit größeren Unternehmen. Im vergangenen Geschäftsquartal gewann Zoom rund 30.000 Unternehmenskunden mit mehr als zehn Beschäftigten dazu. Von den 497.000 solcher Kunden kommen jetzt 63 Prozent der Erlöse. Die Marketing-Ausgaben schraubte Zoom im Jahresvergleich um 84 Prozent auf 191 Millionen Dollar hoch.

dpa

Inzidenz im Landkreis Hof steigt auf über 60

09:51
02.06.2021
In der Stadt Hof gibt es keinen einzigen neuen Corona-Fall. Auf die Situation im Landkreis schlagen sich vier weitere Fälle in der Nailaer Gemeinschaftsunterkunft nieder.

Im Landkreis Hof sind fünf weitere Personen Corona-positiv getestet worden, in der Stadt Hof niemand. Vier der fünf Betroffenen leben in der Gemeinschaftsunterkunft in Naila, in der es einen größeren Ausbruch gab (wir berichteten).

Die Zahl der bisher festgestellten Corona-Fälle im Landkreis und der Stadt Hof steigt auf 10 292. Da 13 Personen aus der Quarantäne entlassen wurden, sinkt die Zahl der aktuellen Fälle auf 138. 9885 Personen gelten als genesen.

Die 138 aktiven Fälle verteilen sich wie folgt auf Stadt und Landkreis:

Landkreis Hof: 100

Stadt Hof: 38

7-Tages-Inzidenzwerte (Berechnung laut RKI):

Landkreis Hof: 60,1 (Vortag 54,9)

Stadt Hof: 8,7 (Vortag 13,1)

Seit Beginn der Impfungen wurden im Hofer Land insgesamt 114 298 Impfungen durchgeführt. Die Impfquote nach Erstimpfungen liegt damit aktuell bei 56,47 Prozent der Gesamtbevölkerung. Die Impfquote der impffähigen über 16-Jährigen, die mit den vorhandenen Impfstoffen geimpft werden können, liegt bei 65,18 Prozent. In dieser Woche erhalten Stadt und Landkreis Hof vor allem Impfstoff für die Zweitimpfungen. Die Zweitimpfquote liegt aktuell bei 24,8 Prozent. red

Online-Redaktion