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Verlängerung der Bundes-Notbremse?

09:06
01.06.2021
Die Bundes-Notbremse kann aus Sicht von Kanzlerin Angela Merkel Ende Juni außer Kraft treten. Ein CDU-Gesundheitspolitiker ist da ganz anderer Meinung.

Berlin - Anders als die Bundesregierung hält der Vorsitzende des Bundestagsgesundheitsausschusses es für nötig, die sogenannte Bundes-Notbremse gegen die Corona-Pandemie über Ende Juni hinaus zu verlängern.

"Vor allem aufgrund der Virusvariationen halte ich es für sinnvoll", sagte der CDU-Politiker Erwin Rüddel der "Neuen Osnabrücker Zeitung". "Wenn die Inzidenzen so niedrig bleiben, greift die Notbremse nicht, und wir alle genießen wieder größtenteils unsere Freiheiten. Wenn die Inzidenzen allerdings wieder ansteigen, ist es wichtig, dass schnell reagiert werden kann, um die Zahlen im Griff zu behalten", erklärte er.

Hingegen hatte Kanzlerin Angela Merkel (CDU) zu der bis Ende Juni geltenden bundesweiten Regelung am Montag gesagt: "Sie kann auslaufen jetzt." Für den Fall wieder bundesweit steigender Infektionszahlen machte sie deutlich: "Sollte sich etwas entwickeln durch Mutationen, was wir alles nicht hoffen, dann können wir das jederzeit reaktivieren." Auch Vizekanzler Olaf Scholz hatte sich für ein Auslaufen ausgesprochen.

Ohne eine neue bundeseinheitliche Regelung wären bei einer neuen Corona-Welle die Länder selbst dafür zuständig, wie streng ihre Maßnahmen ausfallen.

dpa

Flughäfen fast ohne Fluggäste

08:44
01.06.2021
München (dpa/lby) - Der zweite Corona-Lockdown hat den Passagier-Flugverkehr in Bayern zum Jahresbeginn nahezu zum Erliegen gebracht. Insgesamt zählten die drei Flughäfen in München, Nürnberg und Memmingen von Januar bis Ende März nur 650 000 Passagiere, wie das Statistische Landesamt in Fürth am Dienstag mitteilte. Im ersten Quartal 2020 waren es noch 8,4 Millionen gewesen - wobei auch das schon ein coronabedingter Einbruch um ein Viertel gewesen war. Dementsprechend sank auch die Zahl der Starts und Landungen um über 82 Prozent auf rund 15 272.

Der Großteil der wenigen verbleibenden Passagiere nutzte den Flughafen München, der bei 12 717 Starts und Landungen noch rund 569 000 Passagiere zählte. Das waren somit in einem Vierteljahr sehr viel weniger Passagiere als sonst in einer Woche. Zum Vergleich: Vor der Corona-Krise nutzten 2019 noch 48 Millionen Fluggäste den zweitgrößten deutschen Flughäfen, ein wöchentlicher Schnitt von über 920 000.

Nürnberg meldete demnach noch 23 000 Passagiere, ein Minus von 96 Prozent, und Memmingen 59 000, gut 80 Prozent weniger als ein Jahr zuvor.

Da die Corona-Beschränkungen inzwischen gelockert sind, werden die Fluggastzahlen im Sommer aller Voraussicht nach ansteigen. Doch bis wieder ähnlich viele Menschen fliegen wie vor der Pandemie, werden nach Einschätzung von Luftfahrtexperten mehrere Jahre vergehen.

dpa