Letztes Update:
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Kulmbach: Inzidenzwert fällt auf 16,77

17:41
31.05.2021
Auch am Montag wurden keine weiteren positiven Coronavirus-Fälle im Landkreis Kulmbach bestätigt, berichtet das Landratsamt.

Von den 34 aktuellen Corona-Fällen fallen 12 in die vergangenen sieben Tage. Die Inzidenz fällt damit in der Region auf 16,77. Weiter rückläufig sind auch die Zahlen der Corona-Patienten am Klinikum. Zwei Menschen werden dort noch wegen des Virus behandelt, einer davon intensiv. In den Teststrecken der Kulmbacher Abstrichstelle wurden am Montag 93 weitere Testungen durchgeführt.

Auch am Fronleichnam am kommenden Donnerstag werden in den Schnelltestzentren im Landkreis Kulmbach Schnelltests angeboten. Folgende Testzeiten und Standorte stehen zur Verfügung: Kulmbach: 11 bis 14 Uhr im BRK Kreisverband, Rotkreuz-Platz 1. Thurnau: 11 bis 14 Uhr im Schützenhaus. Mainleus: 10 bis 12 Uhr in der Sommerhalle. red

Region: Entspannung allerorts

17:00
31.05.2021
Die Sieben-Tage-Inzidenz im Raum Coburg geht weiter zurück – speziell in der Stadt. Tiefgreifende Lockerungen und Öffnungen sind nahe.

The trend is your friend: Die positive Entwicklung in Deutschland an der Corona-Front, seit zwei, drei Wochen auch hier angekommen, setzt sich im Raum Coburg fort. Lag die Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis vor einer Woche noch bei 115,3, liegt sie nun bei 78,4. In der Stadt ist der Rückgang geradezu eklatant: von 153,4 auf 53,6. Deutschlandweit beträgt die Inzidenz aktuell sogar nur noch 35,1. Die Zeichen stehen allerorts auf Entspannung. Was sich bereits ab dem Dienstag etwa auf die Einzelhändler der Vestestadt auswirkt. Weil die Inzidenz in Coburg dann fünf Tage hintereinander weniger als 150 betragen hat, dürfen diese von „Click & Collect“ wieder auf „Click & Meet“ (mit negativem Test) umstellen.

Weitere Lockerungen und Öffnungen dürften schon bald folgen. Sowohl die Stadt als auch der Landkreis Coburg rechnen damit, am Dienstag den fünften Tag in Folge eine Inzidenz von weniger als 100 aufzuweisen. In diesem Fall würde voraussichtlich ab Donnerstag etwa die Ausgangssperre entfallen. Zudem dürfte die Außengastronomie wieder aufschließen, wobei sich Gäste unter anderem vor ihrem Besuch anmelden müssten. Darüber hinaus wäre „Click & Meet“ auch wieder ohne Negativtest, Impf- respektive Genesenennachweis möglich. Und eigentlich alles weist darauf hin, dass es auch dabei nicht lange bleiben wird – der Trend spricht eine eindeutige Sprache. Es könnte tatsächlich der Sommer unseres Lebens werden.

Grünes Licht für Biontech: Erster Corona-Impfstoff für Kinder in der EU zugelassen

15:55
31.05.2021
Millionen von Erwachsenen sind in Europa bereits gegen Covid-19 immunisiert. Aber ist das auch eine gute Sache für Kinder? Die Möglichkeit zur Impfung steht nun zumindest offen.

Auch Kinder ab zwölf Jahren können in der Europäischen Union nun mit dem Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer geimpft werden. Nach einer Empfehlung der Arzneimittelbehörde EMA erteilte die EU-Kommission nach eigenen Angaben am Montag offiziell die Zulassung. In Deutschland hat allerdings die Ständige Impfkommission noch keine Empfehlung ausgesprochen.

Mit dem Präparat des Mainzer Unternehmens und dessen US-Partner ist nun erstmals ein Corona-Impfstoff auch für Personen unter 16 Jahren in Europa zugelassen. Die EMA hatte am Freitag die Beurteilung abgegeben, dass die Anwendung für Kinder sicher sei. Grundlage war die Prüfung durch den zuständigen Expertenausschuss.

„Die Mitgliedsstaaten können nun entscheiden, ob sie ihre Impfkampagne auf junge Leute ausweiten“, schrieb EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides am Montag auf Twitter. „Um diese Krise zu beenden, zählt jede Dosis.“

Stiko-Mitglied: Daten fehlen in Sachen Nebenwirkungen
Die Ständige Impfkommission (Stiko) in Deutschland hat angedeutet, dass sie möglicherweise keine allgemeine Impfempfehlung für alle Kinder geben wolle, sondern nur für vorerkrankte Kinder. Stiko-Mitglied Christian Bogdan hatte am Wochenende erklärt, „in Sachen Nebenwirkungen fehlen noch ausreichend Daten“. Und er fügte hinzu: „Die Immunantwort eines Kindes kann anders verlaufen als bei einem Erwachsenen. Deswegen braucht man da mehr Daten.“

In Kanada und den USA hatten die Gesundheitsbehörden bereits vor einigen Wochen die Anwendung auch bei 12- bis 15-Jährigen erlaubt. Der Schutz vor einer Covid-19-Erkrankung liege bei 100 Prozent, erklären die Hersteller auf Grundlage einer Studie. Die EMA sah keinerlei Anzeichen für schwere Nebenwirkungen.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hatte die Empfehlung der EMA schon am Freitag als „großartige Nachricht“ begrüßt. Der CDU-Politiker hatte auch schon vor Wochen für ein Impfangebot an alle Kinder und Jugendlichen plädiert. Eine Bund-Länder-Runde entschied vorige Woche, dass man sich ab 7. Juni auch um Impftermine für Kinder bemühen kann - dann gelten keine Vorrangregeln mehr, und die Impfung steht theoretisch allen Bürgern offen, sofern Impfstoff verhanden ist. Aus Spahns Sicht sollen Eltern und Ärzte individuell entscheiden.