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Piazolo: Tests womöglich auch für Jüngere - Angebot für Hotspots

14:39
09.03.2021
Die Staatsregierung arbeitet nach Worten von Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) an einem Corona-Testkonzept auch für jüngere Schülerinnen und Schüler. 

München - Bislang sollen lediglich die über 15-Jährigen einen Schnelltest pro Woche vom Freistaat bekommen. Piazolo deutete nun an, dass auch für unter 15-Jährige Testmöglichkeiten kommen. Die zuständigen Ministerien seien hier derzeit in intensiver Abstimmung. Er hielte dies für sehr sinnvoll.

Zugleich kündigte Piazolo für Regionen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 100 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in einer Woche die Möglichkeit für einen „Tag des offenen Klassenzimmers“ für Grundschulklassen an. Grundsätzlich darf in den betroffenen Landkreisen und kreisfreien Städten nur Distanzunterricht angeboten werden. Nun sollen laut Piazolo zumindest Grundschüler an einem Tag die Möglichkeit bekommen, sich im Klassenzimmer zu treffen.

„Für die Kleinsten ist es besonders wichtig, auch mal wieder Kontakt zu haben“, sagte Piazolo. Das Angebot sei aber freiwillig und müsse an den jeweiligen Schulen mit den Eltern abgesprochen werden. Kein Kind solle dazu verpflichtet werden. Zudem müsse eine solche Aktion jeweils mit den Gesundheitsbehörden vor Ort abgestimmt werden. Piazolo machte dabei auch eine Einschränkung: In Regionen mit einer Inzidenz über 300 könne er sich so ein Angebot auch für einen Tag nicht vorstellen.

Immer noch viele Todesfälle im Osten - Grippetote auf Rekordtief

14:32
09.03.2021
Im Osten Deutschlands ist die Übersterblichkeit bis Anfang Februar gesunken - auch wenn immer noch bedeutend mehr Menschen als üblich gestorben sind. 

Wiesbaden - Ende Januar lag die Übersterblichkeit in manchen Bundesländern im Vergleich zu den vergangenen vier Jahren noch bei über 30 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte. In der ersten Februarwoche fielen die Zahlen dagegen auf ein Plus von 25 Prozent in Sachsen-Anhalt, 23 Prozent in Sachsen, 17 Prozent in Thüringen, 15 Prozent in Brandenburg und 11 Prozent in Berlin.

Abgesehen von Mecklenburg-Vorpommern (23 Prozent) lag die Übersterblichkeit in allen anderen Bundesländern in der ersten Februarwoche unter 10 Prozent.

In den bundesweiten Zahlen, die bis Ende Februar vorliegen, deutet sich ein überraschender Trend an: Demnach sind in ganz Deutschland im gesamten Februar trotz der Corona-Pandemie drei Prozent weniger Menschen als im Schnitt des gleichen Monats in den vier Vorjahren gestorben. Den Grund dafür sieht das Statistische Bundesamt in einer äußerst milden Grippewelle. Die Aktivität anderer Atemwegserkrankungen sei in diesem Winter auf einem vorher nie erreichten niedrigen Niveau. 2017 und 2018 dagegen seien die Sterbefallzahlen durch starke Grippewellen in den ersten Monaten des Jahres deutlich erhöht gewesen.