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20210530134959

Nur noch zwei Klinik-Patienten: Inzidenz im Raum Kulmbach bleibt unter 20

13:49
30.05.2021
Zwei Tage nachdem in der Kulmbacher Innenstadt die Maskenpflicht aufgehoben wurde, bleibt die Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis niedrig. Im Klinikum gibt es fast keine Covid-Patienten mehr.

Kulmbach - Die wichtige Sieben-Tage-Inzidenz ist im Landkreis Kulmbach auch am Wochenende niedrig geblieben. Das Landratsamt meldete am Sonntagnachmittag drei neue Corona-Fälle. Damit fallen von den aktuellen Infektionen 13 in die vergangenen sieben Tage. Die Inzidenz beträgt 18,17. Ebenfalls rückläufig ist die Zahl der Covid-19-Patienten im Kulmbacher Klinikum. Derzeit werden hier nur noch zwei Personen betreut, eine davon auf der Intensivstation. In Quarantäne befinden sich ebenfalls immer wieder Bürger aus dem Landkreis Kulmbach. Mit 106 ist die 100er-Grenze in erreichbare Nähe gerückt. Die Inzidenz-Entwicklung der letzten Tage auf einem Blick:


23. Mai: 25,15

24. Mai: 26,55

25. Mai: 18,17

26. Mai: 15,37


27. Mai: 19,56

28. Mai: 18,17

29. Mai: 15,37

30. Mai: 18,17

Seit Beginn der Pandemie hat es insgesamt 4065 Corona-Fälle gegeben. 3919 Menschen sind genesen. Die Zahl der Verstorbenen liegt weiterhin bei 117. 

Redaktion

Scholz beharrt auf Homeoffice-Pflicht bis Ende Juni

12:34
30.05.2021
Laut SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz wäre eine frühzeitige Aufhebung der Homeoffice-Pflicht leichtsinnig. Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt fordert derweil sogar ein Recht auf Homeoffice.

Berlin - Bundesfinanzminister Olaf Scholz lehnt Forderungen aus der Wirtschaft nach einer frühzeitigen Aufhebung der Homeoffice-Pflicht ab. Der SPD-Kanzlerkandidat beharrt darauf, dass Arbeit im Homeoffice bis Ende Juni die Regel bleiben soll.

"Jetzt dürfen wir nicht leichtsinnig werden. Das Virus ist noch nicht besiegt. Deshalb halte ich es für absolut richtig, wie vereinbart die Pflicht zum Homeoffice beizubehalten", sagte Scholz der "Bild am Sonntag". Die Regelung läuft nach bisheriger Planung ohnehin am 30. Juni aus.

Gemäß dem Infektionsschutzgesetz soll derzeit Arbeit im Homeoffice die Regel sein - zumindest bei Beschäftigten, die im Büro arbeiten. Die Unternehmen müssen das Arbeiten von zuhause ermöglichen, wenn keine zwingenden Gründe dagegen sprechen. Die Beschäftigten müssen dies im Normalfall auch annehmen.

FDP-Fraktionsvize Michael Theurer kritisierte die Haltung von Scholz. "Wer Biergärten richtigerweise öffnet, darf nicht an der Homeoffice-Pflicht festhalten", sagte er. Scholz' Position wirke "geradezu anachronistisch".

Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt legte einen Drei-Punkte-Plan zur Modernisierung der Arbeitswelt nach der Corona-Pandemie vor. Kernforderung in dem Papier, aus dem die Zeitungen der Funke Mediengruppe zitieren, ist die Umwandlung der Homeoffice-Pflicht in ein Recht auf Homeoffice.

Daneben schlägt Göring-Eckardt vor, Unternehmen etwa mit Investitionszuschüssen bei der Digitalisierung zu helfen und die Infrastruktur im ländlichen Raum zu stärken, um dort mehr offene Gemeinschaftsbüros (Coworking-Spaces) zu schaffen.

"Die zum Schutz der Beschäftigten in der Pandemie eingeführte Homeofficepflicht muss bei einer weiteren Entspannung der Pandemielage auslaufen", heißt es dem Bericht zufolge in dem Konzept. "Eine moderne Arbeitswelt sollte für geeignete Tätigkeiten ein Recht auf selbstbestimmtes, mobiles Arbeiten beinhalten, wobei die Inanspruchnahme jederzeit freiwillig und den Beschäftigten überlassen bleibt."

Göring-Eckardt sagte den Funke-Zeitungen: "Die Bundesregierung hat keine Rezepte für eine moderne Arbeitswelt. Nach der Krise einfach alles auf den Status Quo zurückdrehen zu wollen, anstatt auf den Erfahrungen von Beschäftigten und Unternehmen aufzubauen, das ist ideenlos, kraftlos und rückständig. Um den Übergang in eine Zeit nach Corona zu gestalten, braucht es eine Zukunftsoffensive für die Arbeitswelt."

dpa