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Erster Millionengewinn bei Impflotterie im US-Staat Ohio vergeben

20:45
27.05.2021
Im US-Bundesstaat Ohio hat eine Bürgerin als Belohnung für ihre Corona-Impfung eine Million US-Dollar (820 000 Euro) gewonnen. 

Washington - Abbigail Bugenske war die erste Gewinnerin der von dem Bundesstaat als Impfanreiz ausgelobten Lotterie. Der Jugendliche Joseph Costello gewann zudem ein volles Universitätsstipendium, wie die Initiative am Mittwoch (Ortszeit) mitteilte. „Glückwunsch an Abbigail und Joseph“, schrieb Gouverneur Mike DeWine auf Twitter. Schon nächste Woche würden die nächsten Gewinner ausgelost.

Bis Montag hatten sich bereits knapp drei Millionen Bürger für die Verlosung des Geldpreises und des Stipendiums registriert. Die Preise sollen jeweils noch in den kommenden vier Wochen ausgelost werden, um mehr Menschen dazu zu bringen, sich impfen zu lassen. Gewinnen kann jeder Bewohner, der schon mindestens die erste Impfung erhalten hat.

Ohio hat knapp 12 Millionen Einwohner. Rund 45 Prozent der Bevölkerung, oder 5,23 Millionen Menschen, haben bislang mindestens die erste Impfung erhalten, wie amtliche Daten zeigen. Damit liegt der Staat noch unter der landesweiten Quote von 50 Prozent der Gesamtbevölkerung.

Viele Bundesstaaten und Kommunen in den USA haben bereits Anreize ausgelobt, damit sich möglichst viele Bürger impfen lassen. Präsident Joe Biden hat das Ziel ausgegeben, bis zum Unabhängigkeitstag am 4. Juli sollten rund 70 Prozent aller rund 260 Millionen Erwachsenen im Land mindestens die erste Impfung erhalten haben. Bislang haben 62 Prozent der Erwachsenen mindestens die erste Impfung bekommen. Die USA haben sich genügend Impfstoff gesichert. In Tausenden Apotheken und auch vielen kommunalen Stellen sind bereits Impfungen ohne Terminvergabe möglich.

Bayern: Söder: Weitere Lockerung von Corona-Regeln für Schulen

18:44
27.05.2021
Markus Söder will die Corona-Regeln für die Schulen in Bayern in Kürze weiter lockern. Dabei soll auch ein entscheidender Grenzwert angehoben werden.

München/Berlin - Zwei Wochen nach den Pfingstferien soll es in Bayern fast überall wieder normalen Präsenzunterricht geben. Lediglich in Landkreisen und kreisfreien Städten mit einer Sieben-Tage-Inzidenz über 100 - davon gibt es aktuell nur noch ganz wenige - bleibt es auch nach dem 21. Juni bei Wechselunterricht. Das kündigte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Donnerstag an.


Er will die Corona-Regeln für die Schulen damit weiter lockern. Bereits direkt nach den Pfingstferien, vom 7. Juni an, ist wieder überall dort Präsenzunterricht möglich, wo die Sieben-Tage-Inzidenz unter 50 liegt - das hatte das bayerische Kabinett vergangene Woche beschlossen. Zwei Wochen später soll der Grenzwert dann auf 100 steigen. Diese Zeitspanne solle als "Sicherheit" nach den Ferien dienen, erklärte Söder. Er äußerte sich, zugeschaltet aus Nürnberg, nach gemeinsame Bund-Länder-Beratungen zum Thema Impfen.

Man wolle nun wieder Schule ermöglichen, sagte der Regierungschef. "Das Konzept mit dem Testen und den bereits geimpften Lehrern hat sich sehr, sehr gut bewährt, so dass wir auch ein Signal der Perspektive setzen." Damit seien bis zu den Sommerferien entweder sieben oder mindestens fünf Wochen wieder tatsächlicher Präsenzunterricht möglich.

Söder versicherte in dem Zusammenhang, dass es keine Corona-Impfpflicht für Kinder und Jugendliche geben soll. "Keiner muss geimpft werden", sagte der CSU-Politiker. "Wir wollen Impfangebote machen, aber es gibt keine Impfpflicht." Schule werde trotzdem möglich sein.

Insgesamt zeigte sich Söder zuversichtlich, was die Corona-Lage und die Impfkampagne angeht - auch wenn man noch nicht über dem "Impf-Berg" sei. Insgesamt werde die Lage jeden Tag besser. Aber es gebe keinen Anlass für Übermut und Euphorie, es gebe noch viel Arbeit.