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Länder wollen genauen Starttag fürs Impfen in den Praxen bestimmen

11:11
09.03.2021
Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern wollen an diesem Mittwoch den genauen Zeitpunkt für den Start der Corona-Impfungen in Deutschlands Hausarztpraxen bestimmen. 

Berlin - Am Montag hatte sich die Gesundheitsministerkonferenz bereits auf den Zeitraum Anfang April geeinigt. Bei einer Schalte der Fachminister an diesem Mittwoch solle es auch darum gehen, wie die erwarteten Impfstoffdosen auf die Impfzentren und die Praxen verteilt werden, wie die Deutsche Presse-Agentur am Dienstag in Berlin aus Kreisen der Gesundheitsminister erfuhr.

Wie am Vortag verlautete, soll der Impfstoff auf dem von anderen Impfstoffen bekannten Weg über Großhandel und Apotheken in die Praxen kommen. Der bürokratische Aufwand für die Arztpraxen soll auf ein Minimum reduziert werden. Die Impfzentren sollen vorerst bestehen bleiben. Vereinbarte Termine dort sollen erhalten bleiben.

Laut Bundesgesundheitsministerium wurden am Montag in Deutschland 215 422 Corona-Impfdosen verabreicht. 2,55 Millionen Personen seien vollständig, also mit zwei Impfdosen, geschützt. Das sind 3,1 Prozent der Bevölkerung. Insgesamt haben 5,35 Millionen Personen mindestens eine Impfdosis erhalten.

Raum Bayreuth: Drei neue Corona-Fälle

10:47
09.03.2021
Die 7-Tage-Inzidenz beträgt im Landkreis Bayreuth 114,73 (Vortag: 114,73) und in der Stadt Bayreuth 78,89 (Vortag: 77,56). Seit dem Vortag sind insgesamt drei neue positive Corona-Testergebnisse eingegangen, eines aus dem Landkreis und zwei aus der Stadt Bayreuth. Dies meldete das Landratsamt am Dienstag.

Bayreuth - Heute sind im Landkreis 272 und in der Stadt Bayreuth 151 Personen nachweislich mit dem Corona-Virus CoV-2 infiziert.

Als genesen gelten 3123 Personen aus dem Landkreis und 2149 aus der Stadt, darunter sowohl Personen, die mit typischer Symptomatik erkrankt gewesen waren, aber auch solche, bei denen trotz fehlender Krankheitszeichen ein positiver Test auf CoV-2 vorgelegen hatte.

Seit Ausbruch der Pandemie wurden insgesamt im Landkreis 3520 und in der Stadt Bayreuth 2393 Personen positiv auf dieses Corona-Virus getestet.
72 Personen mit COVID-19 sind stationär in Behandlung, davon sind 65 Patienten im Klinikum Bayreuth und sieben in der Sana-Klinik in Pegnitz. 34 Patienten aus dem Landkreis und 22 aus der Stadt Bayreuth werden stationär behandelt.

Aus dem Landkreis sind bisher 125 und aus der Stadt Bayreuth 93 Personen an den Folgen der Infektionskrankheit COVID-19 verstorben.

Online-Redaktion

Ärztekammer: Praxen sollen sofort impfen dürfen

10:36
09.03.2021
Angesichts der schleppenden Corona-Impfungen in Deutschland fordert die bayerische Landesärztekammer eine schnellstmögliche Beteiligung der niedergelassenen Mediziner an der Impfkampagne. 

München - „Wir sind an einem gewissen Wendepunkt angekommen, an dem das staatliche Impfstoff-Monopol nicht mehr weiter aufrechterhalten werden kann“, kritisierte Ärztekammerpräsident Gerald Quitterer am Dienstag in München.

Die Landesärztekammer fordert ein möglichst unbürokratisches Vorgehen: Die niedergelassenen Ärzte sollten selbst anhand der Richtlinien der Ständigen Impfkommission des Bundes über die Priorisierung ihrer Patientinnen und Patienten entscheiden. „Es sollte weder eine ausufernde Dokumentation noch eine Registrierung über das Online-Terminvereinbarungs-Portal BayIMCO nötig sein“, sagte Quitterer.
Nach den Daten des Statistikportals „Our World in Data“ wird in Deutschland nicht nur langsamer geimpft als etwa in den USA. Auch EU-Staaten wie Griechenland impfen demnach flotter als Deutschland. Mit Stand 5. März waren demnach in Deutschland gut 8,7 Impfungen pro 100 Einwohner verabreicht, in den USA über 27, und in Griechenland immerhin schon 10. Italien und Frankreich sind allerdings noch langsamer.
Auch viele große Unternehmen haben Impfungen durch ihre Betriebsärzte angeboten. Die Wirtschaft wird zunehmend ungeduldig, weil jede Woche Lockdown Milliardeneinbußen bedeuten. Bislang hat die Bundesregierung jedoch nicht nachgegeben. Haus- und Betriebsärzte sollen demnach erst im zweiten Quartal in die Impfungen eingebunden werden.