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20210525175828

Im Hofer Land: Impfstoffe vor allem für Zweitimpfungen

12:57
25.05.2021
Der Inzidenzwert im Landkreis Hof sinkt um mehr als acht Punkte. Die Gesundheitsbehörde meldet einen weiteren Todesfall.

Hof - Im Hofer Land sind mittlerweile 104 852 Impfungen vorgenommen worden, davon 77 716 Erstimpfungen. Die Impfquote nach Erstimpfungen liegt damit bei 55,26 Prozent der Gesamtbevölkerung, die Quote der über 16-Jährigen bei 63,79 Prozent. Die Zweitimpfquote liegt bei 19,30 Prozent. Wie das Landratsamt mitteilt, wird das Hofer Land in dieser Woche vor allem mit Vakzinen für die Zweitimpfungen versorgt.

In Stadt und Landkreis Hof sind sieben weitere Personen coronapositiv getestet worden, drei im Landkreis und vier in der Stadt Hof. Drei waren bereits als Kontaktpersonen bekannt. Die Zahl der bisher festgestellten Corona-Fälle im Landkreis und der Stadt Hof steigt damit auf 10 229. Da 14 Personen wieder aus der häuslichen Isolierung entlassen werden konnten, liegt die Zahl der aktuellen Fälle bei 205. Als genesen gelten 9755 Personen. Die 205 aktuellen Fälle verteilen sich wie folgt: Landkreis: 124; Stadt Hof: 81

Unterdessen bestätigt die Gesundheitsbehörde einen weiteren Todesfall: Ein 81-jähriger Mann aus dem Landkreis Hof ist am Corona-Virus gestorben. Die Zahl der Todesfälle von Corona-Infizierten im Hofer Land steigt auf 269 an.

Die Sieben-Tages-Inzidenzwerte: Landkreis Hof: 53,8 (Vortag 62,2); Stadt Hof: 58,9 (unverändert).

Online-Redaktion

Kritik an Spahn wegen Ziel einer Inzidenz unter 20

12:42
25.05.2021
Um in die Normalität im Sommer zurückzukehren, schlägt Bundesgesundheitsminister Jens Spahn eine Corona-Inzidenz von unter 20 als Zielmarke vor. Der Vorschlag kommt nicht bei allen gut an.

Berlin - Aus FDP- und Linksfraktion kommt Kritik an Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU), weil er als Zielmarke für einen unbeschwerten Sommer eine Corona-Inzidenz von unter 20 genannt hat.

"Mit seinen Spekulationen verbreitet Herr Spahn nur öffentliche Verunsicherung", sagte der stellvertretende FDP-Fraktionsvorsitzende Michael Theurer der "Welt". "Die Intensivbetten leeren sich, die schweren Verläufe werden deutlich seltener. Die Gefährdungslage aus einer spezifischen Zahl, sei es 20, 35, 50 oder 100, ist inzwischen eine ganz andere, als das noch Anfang des Jahres der Fall war." Linksfraktionschefin Amira Mohamed Ali sagte: "Konkrete Problemlösung anstatt schwurbeliger Ankündigungen wäre jetzt dringend geboten." Als Probleme nannte sie ineffektive Testsituationen in Schulen, Wechselunterricht und Impfstoffmangel.

Zurückhaltender äußerten sich die Grünen. "Allein auf die Inzidenz zu schauen wird in den nächsten Wochen nicht reichen", sagte Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt. "Auch wenn eine Strategie der niedrigen Infektionszahlen grundsätzlich richtig ist."

Bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz liegt unter 60

Spahn hatte der der "Bild am Sonntag" zur Sieben-Tage-Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner gesagt: "Im vergangenen Sommer lag sie unter 20. Das sollten wir wieder anstreben. Vorsicht und Umsicht gelten weiterhin." Am Montagmorgen gab das RKI die Sieben-Tage-Inzidenz mit bundesweit 62,5 an (Vortag: 64,5; Vorwoche: 83,1).

Unionsfraktionsvize Stephan Stracke (CSU) sagte der "Welt", es solle keineswegs das Infektionsschutzgesetz mit den Grenzwerten 100, 50 und 35 geändert werden. Aber: "Mit der Zielrichtung von 20 vermeiden wir insbesondere Situationen, in denen Öffnungsschritte bei Überschreiten der gesetzlichen Grenzwerte wieder zurückgenommen werden müssen."

FDP-Fraktionsvize Theurer wies auch Überlegungen von Politikern der Koalitionsparteien CDU und SPD zurück, den Status der epidemischen Lage in Deutschland und damit die Corona-Sonderrechte für die Bundesregierung um weitere drei Monate auszudehnen. "Nach aktuellem Stand gibt es keinerlei Grund", sagte er der "Augsburger Allgemeinen" (Dienstag). Die Feststellung dieser besonderen Lage läuft nach drei Monaten automatisch aus, wenn sie vom Bundestag nicht verlängert wird. Daher wäre gegebenenfalls spätestens zum 1. Juli eine Verlängerung nötig.

dpa