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Coburg: Hochschule testet Luftreiniger: Besser als CO2-Ampeln

14:07
07.05.2021
Luftreiniger gelten als sinnvolle Anschaffung im Kampf gegen die Pandemie. Die Hochschule Coburg hat elf Modelle auf ihre Wirksamkeit getestet.

Es sind Ergebnisse, die überall im Land interessant sein dürften: Der Bundesverband Schimmelpilzsanierung (BSS) hat das Institut für Sensor- und Aktortechnik der Hochschule Coburg mit dem Test von Luftreinigern beauftragt. Seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie gelten diese als geeignete Maßnahme, um Virenbelastungen in Räumen zu senken. Drei der Geräte haben bei der Filterung von Aerolosen – eben jenen feinen Tröpfchen, die bei der Übertragung von Viren und Bakterien eine zentrale Rolle spielen – einen Wirkungsgrad von 99 Prozent erzielt. „Der Test zeigt, dass hochwertige Luftreinigungsgeräte bereits in der Preisklasse zwischen 500 und 1000 Euro erhältlich und damit auch für Endverbraucher erschwinglich sind“, so Stefan Beetz, stellvertretender Vorsitzender des BSS. Neben der Installation in Schulen hält er das Aufstellen der Geräte in Arztpraxen, bei Friseuren oder in kleinen Büros deshalb für sinnvoll. Ganz bewusst hätten Hochschule und BSS aber keinen Testsieger gekürt. „Denn jeder muss den richtigen Luftfilter für seine Ansprüche finden“, so BSS-Vorsitzender Wolfgang Lorenz. Grundsätzlich sei es besser, mehrere kleinere Geräte gleichmäßig zu platzieren als ein großes.

Während das Kultusministerium seit Oktober 2020 die Anschaffung von mobilen Luftfilteranlagen unterstützt, setzen viele Kommunen auf die Installation von CO2-Ampeln im Klassenzimmer. Diese zeigen an, wann gelüftet werden muss. Ihre Wirksamkeit sieht man beim BSS allerdings kritisch. „Zur Reduzierung einer viralen Belastung helfen CO2-Ampeln herzlich wenig“, heißt es vom BSS. Aufgestellte Luftreiniger würden durch Luftbewegung hingegen die lokale Konzentration von Aerosolen verdünnen.

Steffi Wolf

Landkreis Kronach plant dritte Dosis nach Astrazeneca-Erstimpfung

13:18
07.05.2021
Der Landkreis Kronach bereitet sich auf eine mögliche dritte Impfung von Menschen vor, die nach einer Erstimpfung mit Astrazeneca auf einen mRNA-Impfstoff umsteigen. 

Kronach - Hintergrund seien offene Fragen der ärztlichen Leitung des Impfzentrums, teilte ein Sprecher des Landkreises am Freitag mit. Bei den Menschen, die nach einer Erstimpfung mit Astrazeneca ihre Zweitimpfung mit einem der sogenannten mRNA-Impfstoffe von Biontech oder Moderna erhalten möchten, „könnte für einen optimalen Schutz eine weitere, dritte Impfung mit demselben Impfstoff sinnvoll sein“, so der Sprecher.

Darauf möchte sich der Landkreis laut des Sprechers organisatorisch gut vorbereiten, um nicht plötzlich von einer Neuentwicklung überrascht zu werden. Deshalb sei für diese Menschen vorsorglich ein zusätzlicher Termin eingeplant worden. Ob hierfür auch bereits Impfstoff zurückgehalten wird, konnte der Sprecher zunächst nicht sagen. Bis es zu den dritten Impfungen kommen könnte, seien noch rund sechs Wochen Zeit. Bis dahin sei davon auszugehen, dass die offenen Fragen beantwortet würden, sagte der Sprecher. Menschen, die als erste Impfung Astrazeneca erhalten hatten, würden sich beim Impfzentrum des Landkreises zu rund 90 Prozent auch für eine Zweitimpfung mit diesem Impfstoff entscheiden. Zuerst hatte der Bayerische Rundfunk darüber berichtet.

Die Ständige Impfkommission (Stiko) hatte Mitte April für Menschen unter 60 Jahren mit einer Erstimpfung mit Astrazeneca empfohlen, für die Zweitimpfung zu einem der beiden mRNA-Impfstoffe von Biontech oder Moderna zu wechseln. Hintergrund sind seltene Fälle von Hirnvenenthrombosen in Zusammenhang mit der Astrazeneca-Impfung. Auch Erstimpfungen mit Astrazeneca empfiehlt die Stiko mittlerweile nur noch für Menschen über 60 Jahre.