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Spahn warnt vor zu schnellen Öffnungen

08:41
07.05.2021
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat vor Sorglosigkeit aufgrund der sinkenden Corona-Infektionszahlen gewarnt. „Die dritte Welle scheint gebrochen“, sagte der CDU-Politiker am Freitag in Berlin.

Berlin - Wegen des umsichtigen Verhaltens der Bürgerinnen und Bürger und der Wirkung der Bundesnotbremse sänken die Infektionszahlen. Aber sie befänden sich noch immer auf hohem Niveau. Nun müsse der Abwärtstrend verstetigt und ein Wiederanstieg der Zahlen verhindert werden. „Das geht aber nicht mit vorschnellen Lockerungen. Zu viele öffnen gerade ziemlich viel bei relativ hoher Ausgangsinzidenz“, sagte Spahn.

Der Minister mahnte: „Jetzt geht's darum, in den nächsten Wochen noch gemeinsam durchzuhalten. Wir reden tatsächlich ja jetzt noch eher über Wochen oder wenige Monate.“ Spahn betonte: „In dieser Phase der Pandemie geht es tatsächlich darum, das Erreichte nicht zu verspielen.“ Es gebe Grund zu Optimismus und Zuversicht. „Zuviel Ungeduld dagegen würde nur dem Virus helfen.“

Spahn rief dazu auf, dass dort, wo Lockerungen stattfinden, diese im Außenbereich gemacht würden. Im Fall von Kulturveranstaltungen in Regionen mit Inzidenzen unter 100 sollten diese etwa draußen vorgesehen werden - und mit Test als Zugangsvoraussetzung.

Bundesweit sank die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in sieben Tagen nach Angaben des Robert Koch-Instituts von Freitag weiter auf nun 125,7. Vor einer Woche waren es 153,4. Es gab 18 485 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages.

„Unser Gesundheitswesen ist zwar stark gefordert, aber zu keinem Zeitpunkt überfordert gewesen“, so Spahn. Zugleich machten die Impfungen deutliche Fortschritte. 26,2 Millionen Menschen seien nun mindestens einmal geimpft - 31,5 Prozent der Bevölkerung. Kommende Woche werde jeder Dritte einmal geimpft sein. 8,8 Prozent hätten den vollen Schutz. Am Vortag seien rund 200 000 Zweitimpfungen dazugekommen. Mit Blick auf die Beschleunigung nach anfangs schleppendem Impftempo sagte Spahn, „dass Deutschland eher gut ist im Elfmeterschießen“.

Inzidenzwerte: Auch Stadt Bayreuth unter 100

08:26
07.05.2021
Die 7-Tage-Inzidenz beträgt laut Robert-Koch-Institut (RKI) für den Landkreis Bayreuth 74,3 (Vortag: 76,2) und für die Stadt Bayreuth 97,6 (Vortag: 100,3). Der Inzidenzwert ist sowohl im Landkreis als auch in der Stadt Bayreuth leicht gefallen, berichtet das Landratsamt am Freitag.

Bayreuth - Seit dem Vortag sind insgesamt 23 neue positive Corona-Testergebnisse eingegangen, 14 aus dem Landkreis und neun aus der Stadt Bayreuth.

Seit Ausbruch der Pandemie wurden insgesamt im Landkreis 4773 und in der Stadt Bayreuth 3388 Personen positiv auf das Corona-Virus SARS-CoV-2 getestet.

Heute sind im Landkreis 276 und in der Stadt Bayreuth 206 Personen nachweislich mit diesem Corona-Virus infiziert.

Als genesen gelten 4344 Personen aus dem Landkreis und 3076 aus der Stadt, darunter sowohl Personen, die mit typischer Symptomatik erkrankt gewesen waren, aber auch solche, bei denen trotz fehlender Krankheitszeichen ein positiver Test auf SARS-CoV-2 vorgelegen hatte.

Insgesamt sind 46 Personen mit COVID-19 in stationärer Behandlung, 43 sind Patienten im Klinikum Bayreuth, drei Personen werden in der Sana-Klinik in Pegnitz versorgt. 15 Corona-Patienten aus dem Landkreis und 16 aus der Stadt Bayreuth werden stationär behandelt.

Aus dem Landkreis sind bisher 153 und aus der Stadt Bayreuth 106 Personen an den Folgen der Infektionskrankheit COVID-19 verstorben.