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Kanzleramtsminister: In den nächsten Wochen Infektionen reduzieren

14:38
05.05.2021
Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) hat dazu aufgerufen, das Hauptaugenmerk bei Corona in den kommenden Wochen auf die weitere Reduzierung der Neuinfektionen zu legen - auch mit Blick etwa auf Schwangere ohne Impfmöglichkeit.

Berlin - „Wir sollten in den nächsten Wochen eine so klare Politik machen und die Infektionszahlen so stark reduzieren, dass es sowohl für Kinder als auch für Schwangere, nämlich für die Gesamtbevölkerung als solches, kein großes Ansteckungsrisiko mehr gibt, wenn sie Kontakte haben“, sagte Braun am Mittwoch im Bundestag. Schwangere und Kinder können momentan nicht gegen Corona geimpft werden. In den vergangenen Tagen war viel über die Rückkehr der Geimpften zum normalen Leben diskutiert worden.

Sehr niedrige Infektionszahlen müssten das Hauptziel bleiben, so Braun. Die Grundfrage der kommenden Wochen sei: „Schaffen wir es, die Pandemie wirklich zu besiegen?“ Braun sagte mit Blick auf die Debatte um Rechte für Geimpfte: „Und wenn wir das schaffen, dann brauchen wir überhaupt nicht zwischen solchen und solchen in der Gesellschaft zu unterscheiden.“ Wenn es aber fortgesetzt ein hohes Infektionsgeschehen gebe, dann bleibe es als Dilemma bestehen, dass Geimpfte ein deutlich reduziertes Risiko bei Kontakten hätten, es aber andere Gruppe gebe, die ein sehr hohes Risiko hätten.

Der Anspruch müsse sein, „dass die impffähige erwachsene Bevölkerung jetzt auch das Impfangebot wahrnimmt, dann gehen die Infektionszahlen runter“. Bei der Frage, ob Schwangere mit Corona-Schutzimpfungen rechnen könnten, müsse sich die Politik zurückhalten, betonte Braun. Dies falle in die Zuständigkeit der entsprechenden Behörden.

Studierende beklagen mangelnde finanzielle Unterstützung in Pandemie

14:35
05.05.2021
In einem gemeinsamen Hilferuf haben die Landesstudierendenvertretungen mehrerer Bundesländer am Mittwoch auf die teils prekäre Situation der Studierenden in der Corona-Krise aufmerksam gemacht. 

München - „Viele Studierende befinden sich weiterhin in einer schweren finanziellen Notlage. Das Anhalten der Pandemie verschlimmert die Lage zusehends“, hieß es in der am Mittwoch veröffentlichten Mitteilung.
Die Überbrückungshilfen des Bundesbildungsministeriums von maximal 500 Euro im Monat seien zum einen viel zu niedrig angesetzt, zum anderen würden sie nur jenen ausgezahlt, die weniger als 100 Euro auf dem Konto hätten, erfolglose Bewerbungen für Nebenjobs nachweisen könnten, monatlich einen Antrag stellten und nicht schon vor der Krise in einer Notlage gewesen seien.

„Da geht es an die Existenz“, kritisierten die Landesstudierendenvertretungen aus Bayern, Baden-Württemberg, Brandenburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Sachsen. „Besonders fatal ist dieser Umstand, da Studierende von den sozialen Sicherungsnetzen der Gesellschaft nicht aufgefangen werden.“