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Coburg startet Kampagne: Kreativ gegen Corona

14:02
02.05.2021
Postkarten im Pop-Art Stil rufen dazu auf, sich testen und impfen zu lassen. Auch Prinz Albert, Herzog Johann Casimir der Gurken-Alex mischen mit.

Coburg - „Impf dich!“, „Teste dich!“, „App dich!“: Mit diesen Appellen auf poppigen Postkarten rufen stadtbekannte Größen ab sofort die Coburger zum Kampf gegen Covid 19 auf. Oberbürgermeister Dominik Sauerteig (SPD) gab am vergangenen Freitag den Startschuss zu dieser besonderen Anti-Corona Kampagne. Humorvoll und witzig, heimatverbunden, aber ohne erhobenen Zeigefinger sollen die Bürgerinnen und Bürger der Stadt dazu gebracht werden, die drei wichtigsten Wege zur Eindämmung der Pandemie zu bestreiten. Damit auch in der Vestestadt, wo die Inzidenzzahlen zuletzt weit über dem Wert von 200 lagen (am Sonntag lag sie bei 226,4), wieder mehr Normalität möglich ist.

„Wir alle verspüren eine große Sehnsucht nach einer Perspektive, nach mehr Lebendigkeit“, sagte Sauerteig. Jetzt, wo die „gute Jahreszeit ins Freie lockt“, die Brunnen in der Innenstadt wieder in Betrieb seien, da sollten auch Einzelhandelsgeschäfte und Gastronomiebetriebe öffnen und Kunden empfangen können. Infektionen durch Tests zu erkennen, den Körper durch das Serum gegen das Coronavirus aktiv zu immunisieren und Kontakte digital nachzuverfolgen, sei dazu extrem wichtig. Stück für Stück eröffne die Stadt weitere Teststationen – erst Ende der Woche kam auf dem Parkplatz der Angerturnhalle an der Karchestraße eine siebte Station hinzu. Rund 30.000 Bürger seien bereits geimpft. Sauerteig: „Rein technisch könnte Coburg in der selben Zeit zwei Mal so viel Serum verimpft haben!“ Doch angesichts der Ankündigung von mehr Impfstoff-Lieferungen hofft auch der Oberbürgermeister, dass sich bald mehr Menschen die Spritzen werden verabreichen lassen können.

Die fröhlich-bunten Postkarten, die vom Coburger Designforum Oberfranken (CDO) entworfen wurden und nun überall ausliegen, zeigen Prinz Albert mit der Spritze (Impfen), Herzog Johann Casimir mit dem Wattestäbchen (Testen) und den Gurken-Alex mit dem Smartphone (App).

An dessen Statuette fand auch die Präsentation statt. Auf der Rückseite jeder Postkarte (die übrigens auch als solche verschickt werden kann, allerdings dazu noch frankiert werden muss) findet sich ein QR-Code, der direkt zur Homepage der Stadt führt (mein-coburg.de). Dort finden sich eine Vielzahl an aktuellen Informationen rund um die drei Themen, u.a die Standorte von Schnelltest-Stationen und Testzentrum, Wege zum Impftermin, aktuelle Impfzahlen sowie alle Informationen rund um die Luca-App.

„Im Rahmen unserer Möglichkeiten wollen wir mit dieser erkennbar Coburger Kampagne unseren Teil dazu beitragen, der Pandemie in entgegenzuwirken und eine Öffnungsstrategie ins Auge fassen zu können“, so der Oberbürgermeister.

Die Postkarten-Aktion mit den Coburger Protagonisten soll noch durch großflächige Plakate ergänzt und über die Social Media-Kanäle beworben werden, kündigte Coburgs Pressesprecher Louay Yassin an. Ein zweiter Teil der Anti-Corona Kampagne werde folgen.

Gute Nachrichten aus Kulmbach: Inzidenz sinkt fast bis zur 100er-Grenze

14:00
02.05.2021
Die Wochenend-Bilanz im Landkreis Kulmbach in Sachen Corona fällt erfreulich aus. Wenig Neuinfektionen lassen die Sieben-Tage-Inzidenz deutlich sinken. Und: Jeder Dritte ist mittlerweile geimpft.

Kulmbach - Nachdem die Zahl der Corona-Toten im Landkreis am Freitag um zwei auf insgesamt 111 gestiegen war, fällt die Wochenend-Bilanz erheblich positiver aus. Wie das Landratsamt am frühen Sonntagnachmittag mitteilte, kamen lediglich 13 neue Corona-Fälle dazu. Die Sieben-Tage-Inzidenz ist auf 110,39 gefallen und damit erstmals seit langer Zeit wieder in der Nähe der 100er-Marke angekommen. Auf der Intensivstation im Klinik werden acht Patienten intensiv betreut, landkreisweit befinden sich 596 Bürger in Quarantäne. Mittlerweile ist jeder Dritte im Landkreis zumindest einmal geimpft. Die Quote beträgt 33,6 Prozent, bei den Zweitimpfungen liegt sie bei 12,4 Prozent. „Wir hoffen natürlich, dass sich der Trend in den nächsten Tagen fortsetzt“, teilten Landrat Klaus Peter Söllner und die Leiterin des Gesundheitsamtes, Dr. Camelia Fiedler, mit. red