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Tim Mälzer: Brauchen ernstzunehmendes, berechenbares Öffnungskonzept

04:54
01.03.2021
Der Hamburger Gastronom und Fernsehkoch Tim Mälzer (50) hofft mit Blick auf das nächste Corona-Treffen der Ministerpräsidenten am Mittwoch darauf, dass die Politik die Eckdaten für ein langfristiges Öffnungskonzept für Gastronomen festlegt. «Wir brauchen ein ernstzunehmendes, berechenbares, nachhaltiges Konzept, auf das wir uns dauerhaft einstellen können», sagte Mälzer der Deutschen Presse-Agentur in Hamburg. «Das ist im Moment das Schlimmste. Das fühlt sich an wie eine Freundin, die nicht weiß, ob sie mit einem Schluss machen will oder nicht. Und man weiß nicht, was man tun soll, damit es wieder vorwärts geht.»

Es seien nun von Seiten der Politik unbedingt «ein paar Grundlagen dafür, dass wir dauerhafte Konzepte entwickeln können» gefragt. Teil dessen müsse natürlich der gesteigerte Impfschutz, ein intelligentes Testkonzept sowie ein deutlich besser vorbereitetes Gesundheitsamt sein. «Da habe ich das Gefühl, dass da ein Jahr lang so gar nichts passiert ist.» Es sei nur ausprobiert worden, man sei häufig gescheitert und habe wenig daraus gelernt.

Sollten die nächsten Monate weitere Schließungen oder Einschränkungen zur Folge haben, «muss ein finanzielles Konzept auch dafür vorhanden sein». Das könnte über Steuererleichterungen, weitere Fördergelder, erhöhte Arbeitslöhne für Mitarbeiter in Kurzarbeit und höhere Flexibilität gelöst werden.

Mälzer betreibt in Hamburg die Restaurants «Bullerei» und «Die gute Botschaft», die nun bereits wieder seit mehreren Monaten wegen der Corona-Pandemie geschlossen sind. Im Moment packt er stattdessen mit seinen Mitarbeitern Essensboxen (Bäm-Boxen) für Kochfreudige, die dann verschickt werden.

(dpa)

Buschmann fordert Öffnungsperspektive für weitere Branchen

04:54
01.03.2021
Die FDP fordert vor den Spitzenberatungen von Bund und Ländern in der Corona-Pandemie weitere Öffnungsschritte. «Es ist erfreulich, dass die Friseure wieder öffnen. Systematisch ist das allerdings nicht, weil es auch in anderen Branchen vergleichbare Hygienekonzepte gibt», sagte der Erste Parlamentarische Geschäftsführer der FDP-Bundestagsfraktion, Marco Buschmann, der Deutschen Presse-Agentur.

Er wies darauf hin, dass es schon Abweichungen einiger Bundesländer von der Linie von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) gebe. «Wir brauchen deshalb dringend einen bundesweiten Stufenplan, der Orientierung gibt und Perspektive schafft. Die Bundeskanzlerin und ihr Kanzleramtsminister dürfen die Menschen nicht schon wieder enttäuschen», so Buschmann. Die Corona-Beratungen müssten zu einem konkreten Ergebnis führen. Das Land und seine Menschen «warten sehnsüchtig auf eine Öffnungsperspektive».

(dpa)

Indiens Premier gegen Corona-Virus geimpft

04:53
01.03.2021
Der indische Regierungschef Narendra Modi hat sich öffentlichkeitswirksam gegen das Coronavirus impfen lassen. Der 70-jährige Premierminister veröffentlichte am Montag ein Bild auf Twitter, auf dem zu sehen ist, wie ihm eine Spritze in den linken Oberarm gesetzt wird. Laut dem Eintrag handelte es sich um die erste Dosis des Vakzins. Dazu schrieb Modi: «Ich appelliere an alle, die zur Impfung berechtigt sind: Lasst uns Indien gemeinsam von Covid-19 befreien!»

Mit seinen 1,3 Milliarden Einwohner hat Indien in absoluten Zahlen die zweitmeisten bekannten Coronafälle nach den USA. Dabei waren die Corona-Zahlen bis vor kurzem noch relativ niedrig gewesen. So wurden täglich um die 10 000 Neuinfektionen erfasst, während es zu Hochzeiten im vergangenen Sommer knapp 100 000 am Tag gewesen waren. Mit den niedrigeren Fallzahlen ließ jedoch auch die Vorsicht der Menschen nach, und obendrein wurden kürzlich auch infektiösere Corona-Mutanten entdeckt. Zuletzt gab es in in der Millionenmetropole Mumbai und anderen Regionen des Landes wieder einen Anstieg der Fallzahlen.

(dpa)

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