Der Deutsche Olympische Sportbund und das Bundesinnenministerium haben am Mittwoch die «Nationale Strategie Sportgroßveranstaltungen» bei einer Anhörung des Bundestags-Sportausschusses vorgestellt. Das 103 Seiten lange Gemeinschaftswerk soll helfen, Deutschland im Rennen um die Ausrichtung internationaler Titelkämpfe bis hin zu einer erfolgreichen Olympia-Bewerbung fit zu machen.
«Die Konkurrenz um solche Veranstaltungen ist in den vergangenen Jahren deutlich gewachsen», heißt es in der Einleitung dieses Konzeptes, zu dem 100 Interessenvertreter mit Expertise beigetragen haben. Asiatische Länder hätten ihre Position auf dem Sportmarkt ebenso wie die Golfstaaten stark ausgebaut.
Deutschland war im vergangenen Jahrzehnt Schauplatz für rund 50 Welt- und Europameisterschaften, aber seit fast 50 Jahren nicht für Olympische Spiele. «Das kann zu einer Bewerbung um und vielleicht sogar Austragung von Olympischen und Paralympischen Spielen führen, die künftig auf jeden Fall auf dieser Strategie fußen wird», heißt es in dem Papier. Der Erfolg der Nationalen Strategie werde aber nicht an einer erfolgreichen Olympia-Bewerbung gemessen.
In der vergangenen Woche wurde die siebte deutsche Bewerbung seit den München-Spielen 1972 zu den Akten gelegt: Das Internationale Olympische Komitee kürte Brisbane zum bevorzugten Kandidaten und bootete unter anderen auch die Initiative Rhein-Ruhr für 2032 aus.