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Kinder- und Jugendärzte befürchten mehr Kurzsichtigkeit

13:29
03.03.2021
Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) befürchtet einen Anstieg der Kurzsichtigkeit bei Kindern während der Corona-Pandemie. «Kinder und Jugendliche entwickeln in der Pandemie nicht nur psychische Probleme, nach der Pandemie werden wir auch sehen, dass viele von ihnen eine Sehschwäche entwickelt haben», teilte der Präsident des BVKJ, Thomas Fischbach, am Mittwoch in Köln mit. Diese sei nicht heilbar und bleibe ein Leben lang.

Grund dafür sei, dass Kinder und Jugendliche während des Corona-Lockdowns deutlich mehr Zeit mit Videospielen verbracht hätten. Das zeigten Befragungen bei Vorsorgeuntersuchungen, aber auch eine Studie der DAK in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Zentrum für Suchtfragen des Kindes- und Jugendalters am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf. Demnach habe die durchschnittliche Spieldauer im September 2019 werktags 79 Minuten betragen. Schon im April 2020 stieg die Spieldauer laut der Studie auf 139 Minuten an.

«Die Ursachen für die Zunahme von Kurzsichtigkeit bei Kindern sind schon lange bekannt. Kurz gesagt: Bildschirm statt Horizont, LCD statt Sonnenlicht», sagte Michael Achenbach, Pressesprecher des BVKJ für Westfalen-Lippe. Eigentlich sei das menschliche Auge sehr anpassungsfähig. Schauen Kinder und Jugendliche jedoch während des Augenwachstums zu wenig in die Ferne, dann passt sich das Auge laut Achenbach daran an, mehr in der Nähe zu erkennen. Kurzsichtigkeit sei die Folge.

(dpa)

Star-Inn-Hotels schließen

13:00
03.03.2021
Auch nach dem Corona-Lockdown bleiben sieben Hotels der Star-Inn-Gruppe geschlossen, weil das Geld fehlt. «Weder Vermieter noch Investoren können die Situation derzeit kalkulieren. Weil auch die beantragten staatlichen Hilfen zunächst nicht flossen und unmittelbar vor Eröffnung des Insolvenzverfahrens abgelehnt wurden, war es nicht möglich, die Investorensuche über den Februar hinaus fortzusetzen», erklärte Insolvenzverwalter Tobias Hirte am Mittwoch.

Betroffen sind die Häuser in Karlsruhe, Stuttgart, Bremen, Heidelberg, Frankfurt, Regensburg und Unterschleißheim bei München.

Das Karlsruher Amtsgericht bestätigte, dass die Insolvenzverfahren über die Star Inn Deutschland GmbH (Az. 30 IN 715/20) und die Star Inn Bayern GmbH (Az. 50 IN 714/20) Anfang März eröffnet worden seien.

Rund 120 von den Schließungen betroffene Mitarbeiter seien in einer Belegschaftsversammlung über das Aus der Hotelgruppe informiert worden, hieß es in einer Mitteilung der Insolvenzverwalter. Drei weitere Häuser der Hotelkette, zwei in München und eines in Dresden, seien kurz vor dem Insolvenzantrag verkauft worden.

(dpa)

Weniger Arbeitsunfälle im Corona-Jahr durch Homeoffice und Kurzarbeit

11:46
03.03.2021
Die Corona-Einschränkungen für Unternehmen und Beschäftigte hatten im vergangenen Jahr deutlich weniger Arbeitsunfälle zur Folge. Die Zahl der meldepflichtigen Arbeitsunfälle ist 2020 um 12,8 Prozent auf 760 369 Unfälle gesunken, wie die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) am Mittwoch auf Basis vorläufiger Zahlen mitteilte. «Die Beschäftigten waren weniger mobil, viele arbeiteten in Kurzarbeit oder im Homeoffice, deshalb sind die Arbeitsunfallzahlen gesunken», sagte DGUV-Hauptgeschäftsführer Stefan Hussy.

Noch stärker fiel der Rückgang den Angaben zufolge bei Unfällen auf dem Weg zur Arbeit oder wieder nach Hause aus: Sie gingen gegenüber 2019 um 18,2 Prozent auf 152 773 Unfälle zurück. 397 Menschen starben laut DGUV durch einen Arbeitsunfall, 100 weniger als im Vorjahr. Zudem kamen 234 Menschen auf dem Hin- und Rückweg zum oder vom Arbeitsplatz zu Tode - das sind 75 weniger als 2019.

Deutlich sei auch der Rückgang bei Schulunfällen ausgefallen, hieß es. Mit 690 198 Unfällen habe die Zahl um mehr als 41 Prozent abgenommen. Die Zahl der meldepflichtigen Schulwegunfälle sank demnach um 34 Prozent auf 71 576. Aufgrund der teilweisen Schließung von Schulen liege dieser Rückgang in einem erwartbaren Bereich. Die Zahl tödlicher Schulunfälle liege unverändert bei fünf. Bei tödlichen Wegeunfällen gab es laut DGUV eine Abnahme um 15 auf 24 Fälle.

(dpa)

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