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Nur wenig Kreise mit Inzidenz von unter 35

11:44
03.03.2021
Lediglich jeder achte Landkreis in Deutschland liegt bei der sogenannten Sieben-Tage-Inzidenz derzeit unter der politisch definierten Schwelle von 35. Das geht aus Daten des Robert Koch-Instituts von Mittwochmorgen hervor. Demnach wurden zuletzt in 55 von etwas mehr als 400 erfassten Landkreisen und kreisfreien Städten weniger als 35 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche registriert. In rund 250 Kreisen lag die Inzidenz bei über 50 - in 57 Kreisen und kreisfreien Städten lag sie sogar bei über 100.

Auf Ebene der Bundesländer liegt bislang kein Land unter dem Wert von 35. Besonders niedrig war die Inzidenz laut RKI zuletzt in Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein mit jeweils knapp unter 50. Fachleute gehen wegen der Verbreitung ansteckender Varianten nicht davon aus, dass die Inzidenz in nächster Zeit flächendeckend fällt.

Der Beschlussentwurf für die Gespräche der Ministerpräsidenten mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) am Mittwochnachmittag stellt für Regionen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz unter 35 Öffnungen in Aussicht: Dort sollen demnach der Einzelhandel mit einer Beschränkung der Kundenzahl je nach Verkaufsfläche sowie Museen, Galerien, zoologische und botanische Gärten geöffnet werden und kontaktfreier Sport in kleinen Gruppen bis zehn Personen im Freien erlaubt werden.

(dpa)

Studie: Corona-Krise setzt vor allem Familien zu

11:43
03.03.2021
Der zweite Lockdown setzt nach einer aktuellen Studie vielen Familien in Deutschland massiv zu. Die Situation sei für viele Erwerbspersonen mit Kindern sogar noch belastender als im ersten Lockdown im Frühjahr 2020, berichtete die gewerkschaftsnahe Hans-Böckler-Stiftung am Mittwoch gestützt auf eine repräsentative Befragung von mehr als 6200 Erwerbstätigen und Arbeitssuchenden.

«Auch die zweite Corona-Welle war und ist ein drastischer Stresstest, und das ganz besonders für Familien. 46 Prozent der befragten Eltern haben Ende Januar ihre familiäre Situation als stark oder äußerst belastend erlebt. Das waren sogar sechs Prozentpunkte mehr als im ersten Lockdown», berichtete Studienautor Andreas Hövermann.

Besonders groß sei die Belastung für Mütter und insbesondere für Alleinerziehende. So stuften 62 Prozent der Alleinerziehenden ihre Gesamtsituation als stark oder äußerst belasten ein, zehn Prozentpunkte mehr als im ersten Lockdown.

Dabei war es der Studie zufolge weniger die finanzielle Situation oder die Arbeitssituation, die für zusätzliche Belastung sorgte. Vor allem die familiäre Situation wurde als deutlich belastender empfunden. «Das ist ein Indiz dafür, wie wichtig funktionierende
Kindertagesstätten und Schulen sind», sagte Hövermann.

(dpa)

IOC-Chef Bach: Viele Athleten werden vor Olympia geimpft sein

11:43
03.03.2021
IOC-Präsident Thomas Bach hat den japanischen Olympia-Gastgebern versichert, dass viele Sportler bereits mit einer Corona-Impfung zu den Sommerspielen in Tokio anreisen werden. Eine «beträchtliche Zahl» der 206 Nationalen Olympischen Komitees habe bereits Impfungen für seine Athletinnen und Athleten sichergestellt, sagte Bach am Mittwoch zu Beginn einer Video-Schalte mit den Olympia-Organisatoren. Eine weitere größere Menge von NOKs sei in guten Gesprächen mit den jeweiligen Regierungen, damit Olympia-Teilnehmer frühzeitig nach den Risikogruppen geimpft werden.

Die Maßnahmen gegen das Coronavirus seien der «Schlüssel für den Erfolg» der um ein Jahr verschobenen Tokio-Spiele, sagte der Chef des Internationalen Olympischen Komitees. Das IOC stehe dabei ohne Vorbehalte an der Seite der japanischen Gastgeber. In den weiteren Vorbereitungen müsse man den Fokus auf «sichere, geschützte und faire Wettbewerbe» richten. «Das ist der Kern der Olympischen Spiele», sagte Bach.

Auch Organisationschefin Seiko Hashimoto, Olympia-Ministerin Tamayo Marukawa und Tokios Gouverneurin Yoriko Koike betonten die Bedeutung der Corona-Maßnahmen. «Die Sicherheit steht an erster Stelle», sagte Koike. Zudem wolle man die Spiele verschlanken und effizienter gestalten. «Wir schneiden das Fett weg», kündigte Hashimoto an.

Die Sommerspiele waren wegen der Corona-Krise um ein Jahr verlegt worden. Japans Bevölkerung steht Umfrage zufolge der Austragung von Olympia und Paralympics in diesem Jahr weiter skeptisch gegenüber. Allein wegen der Verschiebung und den Corona-Maßnahmen rechnet das Organisationskomitee mit Mehrkosten von rund 2,3 Milliarden Euro.

(dpa)

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