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Corona stoppt Granerud: Skisprungstar bei WM positiv getestet

11:41
03.03.2021
Der Skisprung-Überflieger jäh gestoppt, ein ganzes Team zieht zurück: Drei Corona-Fälle drücken bei der Nordischen Ski-WM in Oberstdorf auf die Stimmung und wirken sich erstmals auch sportlich aus. Für Norwegens Skisprung-Star Halvor Egner Granerud ist der Traum von WM-Gold nach einem positiven Test aller Voraussicht nach gelaufen.

«Ich bin ziemlich traurig, fühle mich aber völlig okay mit leichteren Symptomen», wurde der 24 Jahre alte Topfavorit in einer Mitteilung des norwegischen Skiverbands am Mittwoch zitiert. Zudem fielen die Tests bei zwei Mitarbeitern des italienischen Skisprung-Teams positiv aus, woraufhin die Delegation die gesamte Mannschaft von der WM zurückzog.

«Im Leben gibt es Aufs und Abs. Und für mich ist diese Saison ein wahrgewordener Traum gewesen, und ich habe meine Ziele erreicht», schrieb der im Gesamtweltcup führende Granerud in den sozialen Netzwerken. «Ich fühle mich etwas unwohl, aber es geht mir gut. Für mich zeigt das, wie wichtig es ist, vorsichtig zu sein.» Er habe das Gefühl, alles dafür getan zu haben, eine Corona-Infektion zu vermeiden - und trotzdem sei eine solche Ansteckung möglich. «Das bedeutet offensichtlich, dass meine Weltmeisterschaft vorbei ist, und das ist eine Schande. Aber so ist das Leben manchmal.»

Bei der WM im Allgäu werden sowohl die Sportler als auch alle anderen Beteiligten engmaschig auf das Virus getestet. Für die Akkreditierten sind alle zwei Tage entweder PCR- oder Antigen-Tests Pflicht. In der ersten WM-Woche waren von rund 12 000 Tests fünf positiv ausgefallen - zwei davon beim italienischen Springerinnen-Team.

Granerud ist der mit Abstand beste Skispringer dieses Winters. Nach elf Saisonsiegen ist ihm im Weltcup das Gelbe Trikot des Führenden kaum mehr zu nehmen. Auch wenn er bei den Großereignissen wie der Vierschanzentournee oder dem WM-Auftakt im Allgäu klar hinter den hohen Erwartungen zurückblieb, würden sich durch seinen Ausfall die Medaillenchancen für Deutschlands beste Springer Karl Geiger und Markus Eisenbichler deutlich erhöhen.

Bereits bei der Vierschanzentournee hatte ein positiver Coronatest für großes Aufsehen gesorgt. Der Pole Klemens Muranka war in Oberstdorf zunächst positiv und später mehrere Male negativ getestet worden. Das gesamte polnische Team wurde erst disqualifiziert, durfte nach rund 20 Stunden Turbulenzen letztendlich aber doch springen. Neun Tage später gewann der Pole Kamil Stoch die Tournee.

(dpa)

Krankenhäuser in Tschechien melden Rekordzahl an Covid-19-Patienten

10:30
03.03.2021
Die Krankenhäuser in Tschechien melden eine Rekordzahl an Covid-19-Patienten. Insgesamt werden 8162 Menschen stationär behandelt, der höchste Wert seit Beginn der Corona-Pandemie, wie am Mittwoch aus den Daten des Gesundheitsministeriums hervorging. Darunter waren mehr als 1660 besonders schwere Fälle, die künstlich beamtet werden müssen. In der Verwaltungsregion Pardubice in Ostböhmen wurde ein Notfallplan aktiviert, weil die Krankenhauskapazitäten vollständig erschöpft waren.

Angesichts der verzweifelten Lage sollen nun auch weitgehend unerprobte Medikamente versuchsweise eingesetzt werden. Im Universitätskrankenhaus in Brünn (Brno) trafen 10 000 Packungen des Antiparasitikums Ivermectin ein. Dafür hatte sich Regierungschef Andrej Babis persönlich eingesetzt: «Wir sagen, dass wir nicht auf klinische Studien warten können, lasst uns das versuchen.»

Derweil begannen große Firmen mit Corona-Massentests aller Mitarbeiter. Innerhalb der nächsten zwei Wochen sollen mehr als zwei Millionen Arbeiter und Angestellte mindestens einmal getestet werden. Das hatte die Regierung angeordnet. Die Behörden meldeten am Mittwoch 16 642 neue Corona-Fälle binnen 24 Stunden. Innerhalb von 7 Tagen steckten sich nach Berechnungen mehr als 780 Menschen je 100 000 Einwohner an. Seit Beginn der Pandemie gab es fast 1,3 Millionen bestätigte Infektionen und 20 941 Todesfälle.

(dpa)

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