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Rumänien verschärft Corona-Maßnahmen - Zahlen steigen

14:48
26.03.2021
Angesichts steigender Ansteckungszahlen in der dritten Welle der Pandemie verschärft Rumänien die Corona-Beschränkungen. Von diesem Sonntag an sollen die nächtlichen Ausgangsbeschränkungen verlängert und die Ladenöffnungszeiten verkürzt werden, kündigte Ministerpräsident Florin Citu am Freitag an. Dabei wird regional unterschiedlich je nach Inzidenzzahlen vorgegangen. Teils müssen die Läden am Wochenende schon um 18 Uhr Ortszeit schließen, die Menschen dürfen dann nach 20 Uhr nur noch aus triftigem Grund ihre Wohnung verlassen. Bei höheren Inzidenzwerten gelten diese Einschränkungen die ganze Woche über.

Weil sich viele Gastronomen von Bußgeldern bei Verstößen gegen Corona-Vorsichtsmaßnahmen nicht haben abschrecken lassen, will die Regierung durch eine Gesetzesänderung Abhilfe schaffen. Die Neuregelung solle es möglich machen, Lokale bei Verstößen sofort zu schließen.

Die Osterferien sollen von Anfang April bis Anfang Mai gelten und werden damit auf einen ganzen Monat ausgedehnt. Anders als im vorigen Jahr soll aber der Kirchenbesuch an den beiden Osterfesten - dem katholisch-protestantischen im April und dem orthodoxen Anfang Mai - erlaubt sein.

In Rumänien ist die 14-Tage-Inzidenz der Neuansteckungen mit dem Virus Sars-CoV-2 nach einer Talfahrt im Februar wieder stark angestiegen. Am Freitag lag sie bei rund 364 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in 2 Woche. Zum Vergleich: In Deutschland lag dieser Wert am Freitag bei rund 195. Auf den Intensivstationen in Rumänien sind die Plätze knapp, oft müssen Patienten mit lebensbedrohlichen Atembeschwerden auf freie Plätze warten.

(dpa)

Corona-Tests verteuern Kulturevents um 20 Euro pro Ticket

14:47
26.03.2021
Bei Kulturveranstaltungen mit Coronatests fallen pro Ticket Kosten von etwa 20 Euro an. Das ist eines der ersten Ergebnisse aus einem Pilotprojekt mehrerer Bühnen, das derzeit in Berlin läuft. Bei dem Konzert in der Philharmonie vor einer Woche war die Hälfte der 1000 Besucher zentral getestet worden.

Zusammen mit den Tests für das Personal entstanden dabei Kosten von 23 000 Euro, hieß es am Freitag in Berlin. Die errechneten Kosten von 35 Euro pro Test könnten bei Optimierung der Abläufe auf knapp unter 20 Euro gesenkt werden.

Aus Sicht von Andrea Zietzschmann, Intendantin der Stiftung Berliner Philharmoniker, kann das Pilotprojekt «eine Perspektive schaffen, dass wir einen kreativen, konstruktiven und verantwortungsbewussten Umgang finden, mit der Pandemie wieder Kultur veranstalten zu können». Das Projekt habe «nicht nur große Bedeutung für Berlin, sondern auch für die ganze Kulturlandschaft».

Marko Hegner vom beteiligten Entertainment-Unternehmen Goodlive bezeichnete die Ergebnisse als übertragbar auf viele Veranstaltungen. «Wir sollten also den Eventsommer noch nicht abschreiben.»

Nach Angaben von Projektleiterin Susanna Kunz gab es bei keiner der bisherigen Veranstaltungen einen positiven Corona-Test. Aus ihrer Sicht ist es notwendig, ein breites Angebot an Testmöglichkeiten zu schaffen.

Das Pilotprojekt sieht insgesamt neun Veranstaltungen in der Hauptstadt vor. Die über Ostern geplanten Termine sollen verschoben werden.

(dpa)

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