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Corona-Zahlen auf Mallorca weiterhin niedrig

09:29
26.03.2021
Die Zahl der Corona-Infektionen auf Mallorca und den anderen Balearen-Inseln ist weiterhin relativ niedrig. Nach den aktuellen Zahlen des regionalen Gesundheitsministeriums vom Donnerstag wurden binnen eines Tages 36 Menschen auf den Inseln im Mittelmeer positiv auf das Virus getestet. Davon entfielen 33 auf Mallorca, wo zurzeit viele Deutsche trotz der Warnungen der Bundesregierung ihren Urlaub verbringen, und 3 je auf Ibiza und Menorca. Das Gesundheitsministerium in Madrid gab die Zahl der Neuinfektionen je 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen für die Balearen am Donnerstagabend mit 29,32 an, ein leichter Rückgang im Vergleich zu Mittwoch.

Der niedrigste Stand bei dieser Sieben-Tage-Inzidenz war seit Jahresbeginn am 18. März gemessen worden, als dieser Wert mit 18,79 angegeben wurde. Seither stieg er täglich bis auf 30,80 am Mittwoch. Von Corona-Fällen unter Urlaubern wurde nichts bekannt. Auf den Balearen leben knapp 1,2 Millionen Menschen, davon mehr als 900 000 auf Mallorca.

Die Regionalregierung mahnte jedoch trotz der im Vergleich zu Deutschland niedrigen Zahlen zu großer Vorsicht. Bereits bei 83 Prozent aller Neuinfektionen sei die zuerst in Großbritannien aufgetretene Variante des Corona-Virus diagnostiziert worden, die ansteckender sei und zu schwereren Krankheitsverläufen führe. «Die Zahlen können jederzeit schnell wieder steigen», warnte die regionale Gesundheitsministerin Patricia Gómez kürzlich laut TV-Sender Ser.

(dpa)

100 Tage Lockdown: Handel sieht bis zu 120 000 Geschäfte bedroht

09:27
26.03.2021
Nach 100 Tagen Lockdown sind nach Schätzungen des Handelsverbandes Deutschland (HDE) bis zu 120 000 Geschäfte in Existenzgefahr. «Mit den Unternehmen wanken ganze Innenstädte», warnte HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth am Freitag in Berlin. Der Verband bezifferte den Umsatzverlust durch den Lockdown seit dem 16. Dezember auf bis zu 40 Milliarden Euro. Die erneute Verlängerung des Lockdowns bis 18. April sorge pro geschlossenem Verkaufstag für weitere Verluste von bis zu 700 Millionen Euro.

«Wir sehen jetzt das Ergebnis von einem Jahr Corona-Politik mit nicht ausreichendem Impfstoff, fehlenden Testkapazitäten und immer wieder verlängerten Lockdowns», sagte Genth. Dabei habe eine aktuelle Studie der TU Berlin gezeigt, dass die Wahrscheinlichkeit für Ansteckungen im Einzelhandel eher niedrig sei. Auch das Robert-Koch-Institut habe das bestätigt. «Die Branche darf nicht weiterhin aus symbolischen Gründen die Hauptlast bei der Bekämpfung der Pandemie tragen», verlangte Genth. Die Händler bräuchten eine zeitnahe und realistische Öffnungsperspektive.

Außerdem forderte der HDE eine schnelle Aufstockung bei den Corona-Hilfen für Unternehmen. Bislang kämen die Gelder nicht an, wo sie gebraucht würden.

(dpa)

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