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Tui zählt 90 Prozent weniger Kunden seit Beginn der Corona-Krise

12:40
25.03.2021
Der weltgrößte Reisekonzern Tui hat während der Corona-Krise einen dramatischen Einbruch seiner Buchungszahlen verzeichnet. «In den inzwischen zwölf Monaten der Krise konnten wir nur etwa 2,5 Millionen Kunden in den Urlaub bringen und damit nur etwa 10 Prozent eines normalen Jahres», sagte Vorstandschef Fritz Joussen am Donnerstag in der digitalen Hauptversammlung.

Die Nachfrage zur Sommersaison 2021 stimme jedoch zuversichtlich. «Der Markt ist da, die Kunden wollen reisen», sagte Joussen. Das sei bei den bisherigen Öffnungen zu sehen gewesen. Die Politik müsse mit Impfungen und Tests nun die Bedingungen für sichere Reisen schaffen.

Bisher hat der Konzern einschließlich Umbuchungen und Gutschein-Einlösungen 2,8 Millionen Gäste für den Sommer in den Büchern. Das sind rund 60 Prozent weniger als zur selben Zeit im Jahr 2019, vor der Corona-Krise. Im Jahr 2020 hatte Tui das operative Geschäft am 15. März vollständig eingestellt. Alle Buchungen wurden damals wegen der Pandemie storniert.

(dpa)

Testpflicht für Flug-Reiserückkehrer soll ab Freitag gelten

11:47
25.03.2021
Die geplante umfassende Testpflicht für Reiserückkehrer auf dem Luftweg soll nach einem Entwurf des Bundesgesundheitsministeriums bereits an diesem Freitag in Kraft treten. «Sie soll unabhängig davon gelten, ob die Beförderung aus einem Risikogebiet stattfindet», heißt es im Begleitschreiben des Ministeriums an das Kanzleramt und die anderen Ressorts. Dies und der Entwurf selbst liegen der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vor. Der Beschluss soll demnach an diesem Donnerstag im Umlaufverfahren gefasst werden. Zuvor hatte die «Bild»-Zeitung darüber berichtet.

«Personen, die einen entsprechenden Testnachweis nicht vor Abreise ihrem Beförderer vorlegen können, dürfen nicht befördert werden», heißt es in dem Text. Bund und Länder hatten die Neuerung in der Nacht zum Dienstag in ihren Corona-Beratungen beschlossen. Bisher ist eine Testpflicht vor der Einreise nach Deutschland nur für Reisende vorgesehen, die sich in den zehn Tagen zuvor in einem Gebiet aufgehalten haben, wo die Infektionszahlen besonders hoch sind oder Mutationen verbreitet sind.

«Mit einer Testung bereits vor Abflug wird die Wahrscheinlichkeit gesenkt, dass infizierte Personen reisen und andere während des Fluges anstecken können bzw. einen zusätzlichen Eintrag von SARS-CoV-2 Infektionen nach Deutschland verursachen», heißt es in dem Entwurf weiter. Das Testen ergänze bereits etablierte Vorsichtsmaßnahmen wie das Tragen einer Maske, Abstandhalten und Hygienemaßnahmen - diese müssten unbedingt weiter eingehalten werden. Die Regelung soll zunächst bis zum 12. Mai gelten.

(dpa)

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