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Merkel gegen Urlaub in Ferienwohnungen bei exponentiellem Wachstum

15:00
24.03.2021
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat ihre Ablehnung von Urlauben etwa in Ferienwohnungen oder auf Campingplätzen während des exponentiellen Wachstums der Corona-Infektionen bekräftigt. «Ich persönlich (...) glaube, dass schon das Wort des kontaktarmen Urlaubs ein bisschen in die Irre führen könnte», sagte Merkel am Mittwoch in der Regierungsbefragung im Bundestag.

Die Bundesländer Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Rheinland-Pfalz hatten sich dafür eingesetzt, über Ostern kontaktarmen Urlaub im eigenen Land zu ermöglichen. Sie waren in den Bund-Länder-Verhandlungen am Montag aber mit ihrem Vorschlag gescheitert.

Merkel sagte: «Dass jetzt die Familien, ohne Kontakt mit einer anderen Familien zu haben, ihren ganzen Urlaub verbringen, das erschließt sich mir nicht auf den ersten Blick.» Das möge es im Einzelfall geben. «Ansonsten gibt es aber wieder vollkommen neue Konstellationen von Kontakten, nämlich Menschen, die sich bisher nicht kannten, kommen sich sehr nah, und es gibt Mobilität innerhalb eines Bundeslandes.» Angesichts des gegenwärtigen exponentiellen Wachstums der Corona-Fälle wäre das «das falsche Signal» gewesen, so Merkel. Bei sinkenden Inzidenzen könne sie sich dies aber gut vorstellen.

Auch die Öffnung von Außengastronomie sei in Gebieten mit Werten über 100 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnern und sieben Tagen nicht ratsam, wenn man den Einschätzungen des Robert Koch-Instituts folge. Man müsse die Gesamtheit der Bewegungen etwa zu und auf den Restaurantterrassen im Blick behalten und nicht nur die am Tisch. Bei geringeren Inzidenzen sei aber die Nutzung mit Termin («Click & Meet») Teil des bestehenden Öffnungskonzeptes. 

(dpa)

Pandemiesorgen drücken Dax ins Minus

14:32
24.03.2021
Die Pandemie hat die Anleger wieder fest im Griff. Der Dax gab bis zum frühen Mittwochnachmittag um 0,65 Prozent auf 14 566,55 Punkte nach. Börsianer sehen das Börsenbarometer derzeit auf Konsolidierungskurs, nachdem es in der Vorwoche mit 14 804 Punkten einen Rekord aufgestellt hatte.

Der MDax verlor am Mittwoch 0,71 Prozent auf 31 523,48 Punkte. Auf europäischer Bühne lag der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx zuletzt minimal im Plus.

Am Markt gelten die wirtschaftlichen Sorgen wegen der anhaltenden Lockdown-Maßnahmen in vielen Ländern als Belastung. Bundeskanzlerin Angela Merkel kippte nach massiver Kritik an der geplante Corona-Osterruhe diese Regelung aus den jüngsten Bund-Länder-Beschlüssen wieder.

Die Aktien von Infineon legten im Dax um 0,3 Prozent zu und jene des Chip-Branchenausrüsters Aixtron im MDax um 0,9 Prozent.

Bewegung gab es vereinzelt nach Zahlenvorlagen aus der zweiten Börsenreihe. Die Papiere des Erneuerbare-Energien-Unternehmens Encavis rutschten nach recht solidem Start um zuletzt fast acht Prozent ab und fanden sich damit am MDax-Ende wieder.

Der Euro gab angesichts der jüngsten Entwicklung der Corona-Krise etwas weiter nach und notierte zuletzt bei 1,1817 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs am Dienstagnachmittag noch auf 1,1883 (Montag: 1,1926) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8415 (0,8385) Euro.

Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite von minus 0,39 Prozent am Vortag auf minus 0,41 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,05 Prozent auf 145,21 Punkte. Der Bund-Future gab um 0,08 Prozent auf 171,99 Punkte nach.

(dpa)

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