Letztes Update:
20210323051522

Merkel: Werden Lage auf Mallorca dauernd beobachten

05:14
23.03.2021
Angesichts vieler auf Mallorca urlaubender Deutscher hat die Bundesregierung angekündigt, die Lage auf der Insel dauernd zu beobachten. Man werde darauf schauen, ob sich Infektionsrisiken zeigen, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in der Nacht zum Dienstag nach den Bund-Länder-Beratungen über das weitere Vorgehen in der Pandemie. «Es gab ja auch erste Informationen, dass dort die brasilianische Mutante aufgetaucht ist. Das wird etwas sein, was wir sehr genau untersuchen.»

«Insgesamt ist durch die Tatsache, dass es Übernachtungsmöglichkeiten auf Mallorca gibt, eine nicht einfache Lage eingetreten», sagte Merkel. Die Rechtslage sei «verzwickt». Die Kanzlerin erneuerte den Hinweis an die Bürger, «dass man eben nicht reisen sollte in diesem Jahr».

(dpa)

Lockerungen gestoppt: Sport muss sich weiter gedulden

05:13
23.03.2021
Für den Amateur- und Breitensport geht die Corona-Geduldsprobe weiter. Statt der noch vor wenigen Wochen erhofften weiteren Lockerungen für den Trainings- und Wettkampfbetrieb verlängerten Bundesregierung und Länderchefs den Lockdown am frühen Dienstagmorgen nach stundenlangen Verhandlungen bis 18. April. Damit sind Öffnungen für kontaktfreien Hallensport vorerst für die meisten Regionen ebenso vom Tisch wie der Besuch von Fitnessstudios oder Spiele im Amateurfußball. Wie die Beschlüsse konkret umgesetzt werden, ist Sache der einzelnen Bundesländer.

Grund für den vorläufigen Stopp avisierter Lockerungen sind die stark steigende Zahl der Neuinfektionen und die wachsende Verbreitung von ansteckenderen Virusvarianten. Daher muss in der Fußball-Bundesliga und anderen Profiligen auch weiter vor leeren Rängen gespielt werden. Im Beschluss nach den Beratungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten ist der Sport nicht gesondert erwähnt.

Seit Monaten bremst der Lockdown Sportler im Hobby- und Leistungsbereich. Seit Anfang November durfte nicht mehr gespielt, nicht einmal mehr trainiert werden. Anfang März hatten dann Bund und Länder Planungen für Öffnungsschritte vorgelegt, nach denen zunächst kontaktfreier Sport in Kleingruppen unter freiem Himmel wieder ermöglicht werden konnte. Alfons Hörmann, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes, hatte dies als «ersten Hoffnungsschimmer» bezeichnet und auf weitere Lockerungen gedrängt.

Diese Erwartungen haben sich nun vorerst zerschlagen. Bis mindestens Mitte April wird es bestenfalls in wenigen Regionen mit sehr niedrigen Inzidenzen Öffnungschancen für den Sportbetrieb geben können. Daher droht nun in vielen Sportverbänden der endgültige Abbruch zunächst begonnener Spielzeiten.

(dpa)

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