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Baden-Württemberg überschreitet Wert 100 bei Sieben-Tage-Inzidenz

16:45
21.03.2021
Die Sieben-Tage-Inzidenz in Baden-Württemberg hat den Wert von 100 überschritten. Die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in einer Woche lag am Sonntag (Stand: 16.00 Uhr) bei 103,1, wie das Landesgesundheitsamt mitteilte. Damit ist nun landesweit der Wert überschritten, ab dem in den Landkreisen die sogenannte Notbremse greift. Am Vortag hatte der Wert noch bei 99,8 gelegen.

Im Vergleich zum Samstag verzeichnete die Behörde 904 neue Corona-Infektionsfälle. Damit stieg die Zahl der bestätigten Fälle seit Beginn der Pandemie auf 344 098. Es gab vier neue Todesfälle in Verbindung mit dem Virus - und damit sind es nun 8529 Corona-Tote.

43 der 44 Stadt- und Landkreise im Südwesten haben einen Inzidenz-Wert über 50. Nur der Kreis Rottweil (48,6) liegt leicht darunter. In 21 Kreisen liegt die Inzidenz über 100. Die Kreise Rastatt (207,0) und Schwäbisch Hall (306,0) bilden weiterhin die Spitze mit dem landesweit stärksten Infektionsgeschehen.

Rund 984 000 Menschen haben inzwischen eine erste Impfung gegen das Coronavirus erhalten (Stand: Samstag, 23.55 Uhr). Das sind rund 23 000 mehr als am Vortrag. Über den potenziell vollen Impfschutz mit beiden Impfungen verfügen demnach nun mehr als 440 000 Menschen, rund 9400 kamen im Vergleich zum Vortag dazu.

(dpa/lsw)

Europäische Städte planen Corona-Schweigeminute am Mittwoch

15:00
21.03.2021
In vielen Städten Europas soll es am Mittwoch eine gemeinsame Schweigeminute für die Corona-Opfer geben. Das kündigte der Verband Eurocities am Sonntag an, in dem rund 200 Städte aus knapp 40 Ländern zusammengeschlossen sind. «Europa braucht einen gemeinsamen Augenblick des Gedenkens», erläuterte der Präsident des Verbandes, Dario Nardella, Bürgermeister der italienischen Stadt Florenz. Dazu soll am 24. März um zwölf Uhr mittags eine Minute lang geschwiegen werden.

Aus Deutschland sind in dem Verband unter anderem Berlin, Dresden, Düsseldorf, Essen, Hamburg, München und Stuttgart dabei. Nardella sagte, es gehe darum, die Toten zu betrauern und an die Menschen zu denken, die unter den Folgen der Pandemie litten. Wie ein Sprecher am Sonntag erläuterte, wollen die Bürgermeister mit der Schweigeminute auch unterstreichen, dass die Pandemie eine grenzüberschreitende Krise ausgelöst habe. Dazu soll es auf YouTube auch einen Livestream geben.

(dpa)

Lehrerverbandschef befürchtet wieder Schulschließungen

14:59
21.03.2021
Lehrerverbandspräsident Heinz-Peter Meidinger befürchtet, dass wegen fehlender Corona-Tests und Impfungen von Lehrern Schulen bald wieder in den Distanzunterricht zurückkehren müssten. «Es gibt nur eine Möglichkeit, die Schulen auch in einer dritten Welle zu einigermaßen sicheren Orten zu machen: indem man die Lehrer impft und gleichzeitig mindestens zweimal in der Woche einen Schnelltest für alle Lehrer und Schüler durchführt», sagte Meidinger der «Bild am Sonntag». Bei beidem würde es massiv haken. «Ich glaube deshalb nicht, dass wir die Schulen in der dritten Welle offen lassen können», sagte Meidinger.

Seit Beginn der Pandemie seien 500 bis 600 Stunden Unterricht weggefallen, beklagte der Lehrerverbandschef. Selbst der beste Distanzunterricht habe nicht dieselbe Qualität wie Präsenzunterricht. «Langsam stellt sich die Frage, was dieses Schuljahr noch wert ist», sagte Meidinger. Alle Schüler hätten Lücken aufgebaut. Bei 20 Prozent seien sie so groß, dass sie gar nicht mehr begleitend aufgeholt werden könnten.

Die Schulen seien vielerorts als «Versuchslabore» ohne kontrollierte Teststrategien oder Impfangebote geöffnet worden, kritisierte der Bundesvorsitzende des Deutschen Realschullehrerverbands (VDR), Jürgen Böhm, am Sonntag. Die Kinder sollten sich am besten noch daheim unter Aufsicht ihrer Eltern testen. Alternativ müssten externe Expertenteams diese Testungen an den Schulen übernehmen.

(dpa)

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