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Erste Tui-Flieger heben nach Corona-Zwangspause gen Mallorca ab

10:34
21.03.2021
Nach monatelangen Reisebeschränkungen sind am Sonntag die ersten Flugzeuge des größten Reisekonzerns Tui wieder mit Urlaubern aus Deutschland nach Mallorca gestartet. Am Vormittag hob eine Tuifly-Maschine am Firmensitz in Hannover-Langenhagen ab. Gut 160 der knapp 190 Plätze waren nach Angaben eines Sprechers der Airline gebucht worden. Direkt danach sollte ein weiteres, fast ausgebuchtes Flugzeug von Hannover starten. Auch von Düsseldorf und Frankfurt bot Tuifly je zwei Verbindungen an, von Stuttgart einen Flug. Zum 26. März soll München als Abflughafen hinzukommen.

Das vorläufige Ende der Beschränkungen für mehrere Ferienregionen in Spanien und das Auslaufen der Reisewarnung für die Balearen machen dies möglich. Touristen können unter anderem nun auf eine Quarantänephase nach ihrer Rückkehr verzichten. Andere Fluggesellschaften wie Eurowings fliegen schon seit einigen Tagen von Deutschland nach Mallorca.

Die Nachfrage ist laut Tuifly sehr stark, aber nicht auf dem Niveau vom Ostergeschäft 2019. Die Hotels auf der Insel wurden seit Tagen vorbereitet und das zuvor geplante Angebot ausgeweitet. So hätten nun zehn Prozent der rund 1000 Hotels geöffnet, sagte der Sprecher.

(dpa)

Kreise: Söder will nach Maskenaffäre harte Regeln für die Zukunft

10:13
21.03.2021
Die CSU-Spitze will umfassende Konsequenzen aus der Maskenaffäre ziehen. Parteichef Markus Söder und Generalsekretär Markus Blume wollen dazu am Sonntagmittag (13.00 Uhr) eine Pressekonferenz in München geben - am Morgen lud die CSU dazu ein. Es gehe um «grundlegende Konsequenzen aus dem Fehlverhalten einzelner Mandatsträger». Aus CSU-Kreisen verlautete, Söder wolle ein umfangreiches Maßnahmenpaket vorstellen, um einen klaren Schnitt zu machen. Es werde harte und klare Regeln für die Zukunft geben.

Zudem wird erwartet, dass es konkret auch um den Fall Alfred Sauter gehen wird. Gegen den Landtagsabgeordneten und früheren bayerischen Justizminister wird im Zuge der Maskenaffäre inzwischen ebenfalls ermittelt. Die Partei- und Fraktionsspitze hat dem 70-Jährigen deshalb mit Konsequenzen gedroht, etwa dem Rauswurf aus der Fraktion, und ihn aufgefordert, seine Parteiämter niederzulegen. Letzteres werde auch passieren, verlautete am Wochenende aus Parteikreisen - zunächst hatten «Focus Online» und die «Augsburger Allgemeine» dies berichtet. Eine offizielle Bestätigung gab es zunächst aber nicht.

Die Generalstaatsanwaltschaft München führt gegen Sauter wegen eines Anfangsverdachtes Korruptionsermittlungen. Er hat die Vorwürfe über seinen Anwalt zurückgewiesen. Die Ermittlungen stehen in Zusammenhang mit dem Ankauf von Corona-Schutzmasken durch den Staat - und in Zusammenhang mit Korruptionsvorwürfen gegen den mittlerweile aus der CSU ausgetretenen Bundestagsabgeordneten Georg Nüßlein, der wie Sauter ebenfalls aus dem schwäbischen Landkreis Günzburg stammt.

Am Donnerstag hatte zudem der CSU-Bundestagsabgeordnete Tobias Zech wegen möglicher «Interessenkollisionen» seinen Rückzug aus dem Bundestag erklärt. Mit der Affäre um Corona-Schutzmasken hat der Rücktritt nichts zu tun. Hintergrund sind vielmehr Vorwürfe, Mandat und unternehmerische Tätigkeiten miteinander verquickt zu haben.

(dpa)

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