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Endgültig: Kein Frühlingsfest in Stuttgart wegen Corona

11:06
19.03.2021
Das traditionsreiche Frühlingsfest auf dem Cannstatter Wasen in Stuttgart wird wegen der Corona-Pandemie endgültig ausfallen. Das hat der verantwortliche Wirtschaftsausschuss nach Angaben der Stadt am Freitag beschlossen. Das Fest sollte eigentlich vom 17. April bis 9. Mai gefeiert werden.

«Angesichts der drastischen Einschnitte, durch die es über die vergangenen Wochen und Monaten hinweg mühsam gelang die hohen Infektionszahlen innerhalb der Bevölkerung zu senken, ist die Veranstaltung eines solchen Großereignisses aktuell undenkbar», heißt es in einer entsprechenden Drucksache. «Die Durchführung des Frühlingsfestes in 2021 ist daher nicht zu verantworten und muss für dieses Jahr ausgesetzt werden.» Bis in die Sommermonate hinein seien in allen deutschen Großstädten Großveranstaltungen dieser Art abgesagt.

In den vergangenen Jahren hatten die Veranstalter des Frühlingsfestes nach eigenen Angaben zwischen 1,2 und 1,5 Millionen Besucher gezählt.

(dpa/lsw)

Lehrergewerkschaft fordert: nur geimpfte Lehrer sollen unterrichten

09:56
19.03.2021
Lehrer sollten nach Überzeugung des Verbands Bildung und Erziehung (VBE) nur unterrichten, wenn sie ausreichend vor dem Coronavirus geschützt sind. «Ohne Impfungen keine Schulöffnung», sagte der baden-württembergische VBE-Landesvorsitzende Gerhard Brand der dpa. «Nur wer geimpft ist, sollte in der aktuellen Pandemie-Situation unterrichten.» In Baden-Württemberg können sich Erzieherinnen und Erzieher sowie Lehrkräfte impfen lassen - egal, an welcher Schule sie unterrichten und ob sie bereits wieder in Präsenz an der Schule sind. Sie erhalten allerdings den Impfstoff von Astrazeneca, der in den vergangenen Tagen vorsorglich nicht gespritzt wurde.

Brand forderte weiter, das Land müsse einen Rahmen vorgeben und in diesem auch die Verantwortung übernehmen. «Da sich die Inzidenzen im Land sehr unterschiedlich entwickeln, benötigen die Schulen aber auch die Möglichkeit, innerhalb des Rahmens eigene Regeln treffen zu können», schränkte er ein. Werde dies eng mit dem Schulamt abgestimmt, könnten Schulen auch keine Alleingänge machen, sondern mit Blick auf die benachbarten Schulen eingebunden werden.

Nach wochenlangem Corona-Lockdown waren am vergangenen Montag rund 200 000 Fünft- und Sechstklässler wieder in den Unterricht zurückgekehrt. Zudem waren die Grundschulen mit ihren etwa 380 000 Schülern nach drei Wochen Wechselunterricht ebenfalls am Montag wieder zum Regelbetrieb übergegangen. Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) und der Philologenverband hatten den aus ihrer Sicht leichtsinnigen Start zum Präsenzunterricht mit einem Stirnrunzeln begleitet.

VBE-Landeschef Brand will am Freitag (11.00 Uhr) in Stuttgart gesammelte Rückmeldungen der Schulen nach der ersten Öffnungswoche präsentieren und die Folgen der Landtagswahl für die Bildungspolitik aus Sicht des VBE skizzieren. Außerdem will er nach eigenen Angaben Details zur «Impfpflicht» für Lehrer nennen.

(dpa/lsw)

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