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Spahn: Aussetzung der Astrazeneca-Impfungen war richtig

20:06
18.03.2021
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat das deutsche Vorgehen im Zusammenhang mit dem Impfstoff von Astrazeneca verteidigt. «Uns bestätigt die Analyse der EMA in unserem Vorgehen», sagte Spahn am Donnerstagabend in Berlin. «Es war richtig, die Impfungen mit Astrazeneca vorsorglich auszusetzen, bis die auffällige Häufung der Fälle dieser sehr seltenen Thombosenart analysiert worden ist.»

Die zunächst ausgesetzten Corona-Impfungen mit dem Präparat von Astrazeneca sollen am Freitag in Deutschland wieder aufgenommen werden - aber mit einem neuen Warnhinweis. Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA hatte zuvor die Sicherheit des Impfstoffes bekräftigt.

(dpa)

Astrazeneca-Impfungen sollen wieder aufgenommen werden

20:05
18.03.2021
Die zunächst ausgesetzten Corona-Impfungen mit dem Präparat von Astrazeneca sollen in Deutschland wieder aufgenommen werden - aber mit einem neuen Warnhinweis. Ziel sei, dass an diesem Freitag wieder mit dem Spritzen des Wirkstoffs begonnen werden könne, teilte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Donnerstag nach einem entsprechenden Votum der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) und Beratungen mit den Ländern mit.

(dpa)

Intensivmediziner: Astrazeneca-Impfstoff für Freiwillige freigeben

20:04
18.03.2021
Nach der Empfehlung der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA zum Fortsetzen der Corona-Impfungen mit dem Produkt von Astrazeneca schlagen Intensivmediziner vor, Ausnahmen von der Impfreihenfolge zu machen. «Das Vertrauen in den Impfstoff hat jetzt leider stark gelitten. Es wäre daher sicher eine gute Möglichkeit, Astrazeneca für Freiwillige zur Verfügung zu stellen, die keine Angst haben und in der Impfreihenfolge aber noch gar nicht berücksichtigt werden», erklärte der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi), Gernot Marx, am Donnerstagabend. Es müsse nun jede Impfdosis so schnell wie möglich eingesetzt werden.

(dpa)

Infektiologe: Astrazeneca-Einsatz bei Frauen vor Menopause prüfen

18:33
18.03.2021
Nach der Empfehlung der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA zum Fortsetzen der Corona-Impfungen mit Astrazeneca rät ein deutscher Infektiologe bei einer bestimmten Gruppe zum genauen Abwägen der Risiken. «Bei Frauen vor der Menopause, die ein sehr geringes Risiko für Covid-19-Komplikationen haben, sollte man derzeit überlegen, ob die Impfung mit Astrazeneca erfolgen sollte», sagte Bernd Salzberger, Professor vom Uniklinikum Regensburg, der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstagabend. Für einen 80-jährigen Mann mit hohem Risiko für einen schweren Covid-19-Verlauf hingegen sehe das Risiko-Nutzen-Verhältnis ganz anders aus in Anbetracht der dritten Welle.

Die bisher 13 bekannten Fälle von Blutgerinnseln in Hirnvenen in zeitlichem Zusammenhang zu Impfungen in Deutschland betreffen fast ausschließlich Frauen. Salzberger betonte, dass noch offen sei, ob etwa bestimmte Medikamente oder etwa genetische Veranlagung eine Rolle spielen könnten. Die weitere Klärung werde wohl Wochen dauern.

Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA empfiehlt die Fortsetzung der Impfungen. «Der Impfstoff ist sicher und effektiv gegen Covid-19, und die Vorteile sind wesentlich größer als die Risiken», sagte EMA-Chefin Emer Cooke am Donnerstag in Amsterdam nach einer Sondersitzung des Sicherheitsausschusses. Die EMA bekräftigte, dass es keine Hinweise darauf gebe, dass die Impfungen die Vorfälle verursacht hätten. Dennoch sei es nicht ausgeschlossen. Daher würden die Prüfungen und Studien auch fortgesetzt.

Die EMA-Entscheidung wertete Salzberger als erwartbar, insgesamt überwiege klar der Nutzen der Impfung. Die EMA habe sich offensichtlich die Fälle genau und ernsthaft angeschaut. «Es sind ungewöhnliche, seltene Ereignisse», betonte Salzberger mit Blick auf die berichteten Hirnvenenthrombosen. Er begrüßte, dass die EMA einen Warnhinweis in die Patienten- und Fachinformation aufnehmen wolle. «Das Verfahren insgesamt zeigt, dass das Netzwerk der Arzneimittelsicherheit funktioniert.»

(dpa)

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