Letztes Update:
20210318150353

Brauereien verlängern nachträglich Mindesthaltbarkeit für Fassbier

15:03
18.03.2021
Mehrere Brauereien habe das Mindesthaltbarkeitsdatum für Fassbier nachträglich verlängert, um das vor dem zweiten Corona-Lockdown ausgelieferte Bier nicht zurücknehmen und entsorgen zu müssen. Der Branchenführer Radeberger Gruppe, zu der Marken wie Jever, Radeberger Pils und Brinkhoff‘s No. 1 gehören, und die Warsteiner Brauerei bestätigten am Donnerstag diese Maßnahme. Die Brauereien haben an die Großhändler Banderolen für die Bierfässer geschickt, auf denen das verlängerte Mindesthaltbarkeitsdatum vermerkt ist.

Die Qualität des Bieres sei durch die längere Haltbarkeitsfrist von zwei Monaten nicht beeinträchtigt, versicherten Sprecherinnen der Brauereien. Das Mindesthaltbarkeitsdatum sei keineswegs ein Verfallsdatum. Bei Radeberger und Warsteiner beträgt die normale Haltbarkeitsfrist für Fassbiere sechs Monate.

Nach Angaben des Bundesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit dürfen Lebensmittel über das Mindesthaltbarkeitsdatum hinaus verkauft und dafür umetikettiert werden. Die Unternehmen müssten aber vorher prüfen, ob die Produkte weiter sicher seien, heißt es von der Behörde.

(dpa)

Bundesländer für Exportstopp für Impfstoffe aus EU

15:02
18.03.2021
Die Bundesländer fordern eine rasche Ausweitung der Impfstoffproduktion in Deutschland und machen sich für einen Exportstopp für solche Vakzine gegen Corona aus der EU stark. «Ich bin sehr dafür, über einen Exportstopp nachzudenken», sagte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Donnerstag nach einer Video-Schalte der Länderchefs.

Niemand verstehe, dass in der EU nicht genug Impfstoff da sei, aber Vakzine aus Europa überall hin exportiert würden. Söder verwies auf wieder steigende Corona-Zahlen in Deutschland. «Wir müssen aufpassen, dass aus der dritten Welle keine Dauerwelle wird.»

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) sagte, ein Ausbau der Produktionskapazitäten für Impfstoffe hierzulande sei wichtig, weil das Impfen der entscheidende Hebel gegen Corona sei. Und niemand wisse, ob in Zukunft nicht weitere Pandemien drohten, auf die Deutschland besser vorbereitet sein müsse.

«Ob das ein Exportstopp sein muss von heute auf morgen, das weiß ich nicht», so Müller, der Vorsitzender der Ministerpräsidentenkonferenz ist. Es gebe Verträge. «Aber es wird im Moment exportiert in Länder mit eigenen Produktionskapazitäten, die beim Impfen weiter sind als wir. Das muss man nicht verstehen.»

(dpa)

Söder für Astrazeneca-Impfangebote notfalls auf eigenes Risiko

14:53
18.03.2021
 Bayerns Ministerpräsident Markus Söder will auch ohne eine offizielle Zulassung am Einsatz des Corona-Impfstoffs von Astrazeneca festhalten. «Ich würde es auch nicht wegschmeißen, auch wenn es nicht zugelassen wird», sagte der CSU-Chef am Donnerstag nach der digitalen Länderkonferenz in München. Auch ohne eine Zulassung der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) müsse geprüft werden, ob dann Impfungen «auf eigenes Risiko» möglich wären.

Söder betonte, er mache sich große Sorgen, wie sehr Astrazeneca auch im Falle einer Wiederzulassung noch gewollt werde. Es habe ja schon vor der Aussetzung in dieser Woche viel Skepsis gegenüber dem Vakzin gegeben. Sollte die EMA Astrazeneca wieder zulassen, sei er daher in jedem Fall für eine größtmögliche Flexibilität. Über die Hausärzte könnte der Impfstoff dann schnell und auch mit der notwendigen individuellen Beratung sowie Nachsorge verabreicht werden.

(dpa)

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