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20210318120012

Belgien besorgt wegen steigender Corona-Zahlen

11:39
18.03.2021
In Belgien wächst die Sorge wegen steigender Corona-Zahlen. Erstmals seit November zählte das kleine Königreich im Sieben-Tage-Schnitt täglich mehr als 3000 Neuinfektionen, wie aus Daten der belgischen Behörden vom Donnerstag hervorgeht. Im Vergleich zur Vorwoche stieg der Wert vom 8. bis zum 14. März um 29 Prozent auf 3052. Innerhalb der vergangenen zwei Wochen wurden in Belgien je 100 000 Einwohner täglich 330 Infektionen gezählt. Auch die Anzahl der Krankenhaus-Einlieferungen nimmt seit mehreren Wochen zu.

Wegen der besorgniserregenden Daten erwog Ministerpräsident Alexander De Croo zuletzt, die für kommende Woche Freitag geplanten Regierungsberatungen zur Corona-Lage vorzuziehen. Geplante Lockerungen könnten zur Debatte stehen.

In Belgien gelten strikte Corona-Einschränkungen. Nicht notwendige Ein- und Ausreisen sind beispielsweise verboten. Auch soziale Kontakte sind weitgehend verboten. Geschäfte sind hingegen seit Anfang Dezember durchgehend geöffnet. Im Herbst verzeichnete Belgien zeitweise mehr als 20 000 Neuinfektionen am Tag, das Land konnte die Zahl durch strikte Einschränkungen aber deutlich reduzieren.

(dpa)

Corona-Krise trifft Teile des Handwerks hart

11:26
18.03.2021
Die Corona-Krise trifft nach Darstellung der Wirtschaftsauskunftei Creditreform Teile des Handwerks hart. Etwa jedes fünfte Unternehmen im Kraftfahrzeuggewerbe (21,2 Prozent) und im Nahrungsmittelhandwerk (19 Prozent) sehe sich aktuell in einer Unternehmenskrise, berichtete Creditreform am Donnerstag in Neuss. «Auch wenn sich diese Entwicklungen
in den Insolvenzzahlen und Gewerbeabmeldungen
bislang kaum spiegeln, sorgt die Krise doch erkennbar
für Einschnitte bei der Liquidität und dem Eigenkapital», sagte Creditreform-Experte Patrik-Ludwig Hantzsch. Vielfach müssten Inhaber auf Reserven oder privates Kapital zurückgreifen, um zahlungsfähig zu bleiben.

Der Anteil der eigenkapitalschwachen Betriebe stieg laut Creditreform im Kfz-Gewerbe innerhalb von nur 12 Monaten von 27,7 auf 33,9 Prozent. Im Nahrungsmittelhandwerk erhöhte er sich von 20,9 auf 33,3 Prozent. «In diesen Bereichen kam es zu einer regelrechten Erosion der Eigenkapitalquoten», sagte Hantzsch. Dabei hätten beide Branchen in der Vergangenheit zu den eigenkapitalstärksten Wirtschaftsgruppen im Handwerk überhaupt gehört. «Vor diesem Hintergrund muss die finanzielle Talfahrt bei den Betrieben dringend aufgehalten werden,
um Zahlungsunfähigkeit, Überschuldung und damit die Insolvenz vieler Handwerker abzuwenden», forderte der Creditreform-Experte.

(dpa)

Betrug mit Corona-Soforthilfen - Durchsuchungen

11:26
18.03.2021
Wegen eines mutmaßlich großangelegten Betrugs mit Corona-Soforthilfen hat die Polizei am Donnerstag 58 Wohnungen und Firmen in mehreren nordrhein-westfälischen Städten und in Berlin durchsucht. Ein per Haftbefehl gesuchter 52 Jahre alter Verdächtiger aus Grevenbroich sei festgenommen worden, teilte die federführende Kölner Staatsanwaltschaft mit. Die Auswertung der beschlagnahmten Unterlagen werde längere Zeit dauern.

Die insgesamt rund 30 Beschuldigten würden verdächtigt, in der ersten Jahreshälfte 2020 in mehr als 40 Fällen Corona-Soforthilfen im Gesamtumfang von 450 000 Euro zu Unrecht beantragt zu haben. Im Endeffekt hätten sie so gut 170 000 Euro erhalten. Unter anderem sollen sie Anträge für Unternehmen gestellt haben, die nicht oder nicht mehr am Markt tätig waren.

Den Verdächtigen werde zudem Beihilfe zur Insolvenzverschleppung und zum schweren Bankrott vorgeworfen. An den Durchsuchungen waren rund 140 Ermittler beteiligt.

(dpa)

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