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Maas befürwortet Testpflicht für Mallorca-Rückkehrer

16:49
17.03.2021
Bundesaußenminister Heiko Maas unterstützt den Vorstoß einzelner Bundesländer, eine Corona-Testpflicht für die von der Ferieninsel Mallorca zurückkehrenden Urlauber einzuführen. Es liege im Interesse aller, zurückkehrende Touristen zu testen - auch im Interesse der Urlauber selbst, sagte Maas am Mittwoch in Berlin. «Deshalb finde ich eine solche Idee alles andere als falsch.»

Eine solche bundesweite Testpflicht war zuerst von Niedersachsen und am Dienstag auch von Bayern ins Spiel gebracht worden. Alles andere wäre «kein gutes Signal», sagte der bayerische Ministerpräsident Markus Söder.

Maas betonte, dass die Aufhebung der Reisewarnung keine Einladung zum Reisen sei. «Wir haben in Deutschland steigende Inzidenzzahlen. Und jeder ist nach wie vor dazu aufgerufen, seinen Teil dazu beizutragen, dass wir uns nicht in eine exponentielle Entwicklung begeben.»

Seit Sonntag ist Mallorca wegen sinkender Corona-Infektionszahlen kein Risikogebiet mehr. Das Auswärtige Amt hob auch die Reisewarnung für die Lieblingsinsel der Deutschen sowie für weitere Regionen in Spanien, Portugal, Dänemark sowie für die Bahamas in der Karibik auf. Die Quarantäne und Testpflicht bei der Rückkehr aus diesen Regionen entfällt damit. Die Streichung von der Risikoliste erfolgt automatisch, wenn die Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen unter 50 sinken. Auf den Balearen, zu denen Mallorca gehört, liegt diese sogenannte Inzidenz bei 18,79.

Ein Sprecher des Gesundheitsministeriums antwortete am Mittwoch auf die Frage nach einer Testpflicht mit dem Verweis auf die bestehenden Regeln bei der Einstufung von Corona-Risikogebieten. «Momentan ist nicht daran gedacht das zu ändern», sagte er.

(dpa)

Merck erweitert Kapazitäten für Corona-Impfstoffhersteller

16:48
17.03.2021
Der Pharma- und Chemiekonzern Merck erweitert seine Kapazitäten für Technologien in der Impfstoffherstellung. Am französischen Standort Molsheim investiert das Dax-Unternehmen 25 Millionen Euro in eine Anlage für Einweg-Verbrauchsmaterialien, die bei der maschinellen Herstellung von Corona-Impfstoffen und für andere Therapien gebraucht werden. Im Zuge dessen sollen dort mehr als 350 Arbeitsplätze entstehen, wie Merck am Mittwoch in Darmstadt mitteilte. Molsheim nahe Straßburg werde der erste Standort in Europa, an dem Merck diese Einweg-Plastikprodukte herstelle.

«Unsere neue europäische Produktionseinheit wird die Kapazität für die dringend benötigte Belieferung von Impfstoff- und Therapeutika-Herstellern mit Single-Use-Produkten weltweit erhöhen», sagte die stellvertretende Merck-Chefin Belén Garijo. In Betrieb gehen soll die Einheit in Molsheim bis Ende 2021. Das Projekt an dem Standort, wo mehr als 1700 Beschäftigte für Merck arbeiten, wurde im Beisein von EU-Kommissar Thierry Breton und der französischen Industrieministerin Agnès Pannier-Runacher bekannt gegeben.

«In den vergangenen Jahren haben zahlreiche Biopharma-Hersteller aufgrund der größeren Flexibilität, Kosten- und Zeitersparnis sowie des geringeren Risikos auf Single-Use-Technologien umgestellt», sagte Chris Ross, Interimsleiter der Laborsparte von Merck. Die Pandemie habe den Trend beschleunigt und sorge für ein hohes Wachstum.

Merck profitiert in seiner Sparte für Laborbedarf stark von der Forschung an Covid-Impfstoffen. Der Unternehmensbereich beliefert mehr als 50 Corona-Impfstoffentwickler weltweit und wirkt an mehr als 35 Testlösungen und 20 Programmen zu Covid-19-Therapeutika mit.

(dpa)

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