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Nach einem Jahr Schließung: Lizenzen von Diskotheken laufen aus

14:53
17.03.2021
Nach einem Jahr Schließung müssen sich zahlreiche Gastronomen in mehren Bundesländern um eine neue Betriebserlaubnis bemühen. Nach dem Bundesgaststättengesetz läuft ihre Lizenz nach einem Jahr durchgehender Schließung aus. Das treffe vor allem Diskotheken und teilweise Kneipen und Bars, wie der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) am Mittwoch auf Anfrage mitteilte. Die Frist bis zum Erlöschen der Lizenz kann nach dem Gesetz verlängert werden, wenn ein wichtiger Grund vorliegt.

Betroffen sind die Länder Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein. Die übrigen Länder haben laut Dehoga eigene Gaststättengesetze ohne Erlaubnispflicht.

Der Verband empfahl den betroffenen Unternehmen, sich bei Fragen an ihren Landesverband zu wenden. «Es gibt keine automatische Fristverlängerung», hieß es. «Wie in den jeweiligen Bundesländern mit diesem Thema in diesen für unsere Branche so dramatischen Zeiten umgegangen wird, liegt in der Zuständigkeit der jeweiligen Behörden und Ministerien.»

In Bayern hat das Wirtschaftsministerium die Landkreise aufgefordert, die Diskotheken mit einer Allgemeinverfügung vor dem Verlust ihrer Konzession zu bewahren. Die Linke im Bundestag rief auch Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) zum Handeln auf. Zuvor hatte die «Schwäbische Zeitung» über drohende Lizenzverluste berichtet. Der mittelstandspolitische Sprecher der Linken-Fraktion, Dieter Dehm, sagte: «Ein "Wirtschaftsminister" sollte in keiner "Wirtschaft" mehr als Gast willkommen sein, wenn er solches Unrecht billigend in Kauf nimmt!»

(dpa)

Fortuna-Chef Röttgermann würde auf «Spiele mit Zuschauern» wetten

14:06
17.03.2021
Fortuna Düsseldorfs Clubchef Thomas Röttgermann sieht gute Chancen für eine Rückkehr der Zuschauer in die Fußball-Stadien noch in dieser Spielzeit. «Ich persönlich würde schon wetten, dass wir in dieser Saison noch Spiele mit Zuschauern erleben werden», sagte Röttgermann dem «Express» trotz aktuell steigender Corona-Infektionszahlen.

«Wenn man nicht komplett pessimistisch ist, muss man davon ausgehen, dass die Mixtur aus Impfung, mehr Testmöglichkeiten und einer verbesserten Nachverfolgung immer mehr Freiräume erlauben wird. Und die werden sich natürlich auch ganz früh auf den Fußball auswirken», befand der Vorstandsvorsitzende des Fußball-Zweitligisten aus Düsseldorf.

«Ich bin überzeugt: Zuschauer zuzulassen, wäre ein wichtiger und sehr symbolischer Schritt in die Freiheit. Es würde bei den Menschen ein positives Gefühl erzeugen und die teils bedrückende Stimmung etwas lösen», sagte Röttgermann weiter. Eine «Sonderrolle» dürfe der Fußball indes nicht einnehmen, mahnte der 60-Jährige.

(dpa)

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