Letztes Update:
20210317101829

Auch Brauereigasthöfe bekommen nun Coronahilfen

10:05
17.03.2021
Nach Kritik der Branche bekommen nun auch Brauereigasthöfe Coronahilfen. Darauf hat sich die Bundesregierung in Abstimmung mit dem Freistaat Bayern verständigt, wie das Bundeswirtschaftsministerium am Mittwoch in Berlin mitteilte. Für Unternehmen mit angeschlossener Gaststätte werde der Zugang zu den November- und Dezemberhilfen verbessert und vereinfacht.

Künftig sei der Gaststättenanteil unabhängig von den Umsätzen des restlichen Unternehmens antragsberechtigt, hieß es. Dies betreffe etwa Brauereigaststätten, Vinotheken von Weingütern und Straußwirtschaften.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sprach laut der Mitteilung von einem wichtigen Erfolg für die bayerischen Brauereigaststätten. «Die Brauereigaststätten stehen für unser Lebensgefühl und prägen Bayerns Kulturlandschaft! Der jetzt erleichterte Zugang zur November- und Dezemberhilfe wird ihnen helfen, die schwere Belastung durch die Corona-Pandemie zu lindern.» Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) nannte die Verständigung ein wichtiges Signal, da viele Brauereigaststätten oder Vinotheken weiter stark unter den aktuellen Corona-Beschränkungen litten.

Über die Nachbesserungen war lange verhandelt worden. Der Bayerische Brauerbund hatte kritisiert, dass Brauereigasthöfe bislang fast alle durchs Förderraster fielen. In einem Offenen Brief deutscher Brauereien von Ende Februar wurde eine eklatante Ungleichbehandlung gegenüber Bäckereien und Konditoreien mit angeschlossenem Café, aber auch Metzgereien mit angeschlossenem Imbiss beklagt. Insgesamt werde die wirtschaftliche und finanzielle Lage der Brauereien immer dramatischer. 

(dpa)

Deutlich weniger ausländische Studienanfänger wegen Corona-Pandemie

09:26
17.03.2021
Die Corona-Pandemie hat die Zahl der aus dem Ausland stammenden Studienanfänger an deutschen Hochschulen deutlich sinken lassen. 99 400 und damit 21 Prozent weniger ausländische Studierende schrieben sich im vergangenen Jahr für das erste Semester ein, wie das Statistische Bundesamt aufgrund vorläufiger Ergebnisse am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte. Die Zahl der deutschen Erstsemester stieg dagegen leicht um zwei Prozent auf 389 200.

«Der außergewöhnlich starke Rückgang der ausländischen Studienanfängerinnen und -anfänger ist maßgeblich auf die Corona-Pandemie zurückzuführen, in deren Folge eine Studienaufnahme an einer deutschen Hochschule für Studierende aus dem Ausland erheblich erschwert war», erklärte das Bundesamt.

Insgesamt hätten sich im Sommersemester 2020 und dem folgenden Wintersemester 488 600 Studienanfängerinnen und Studienanfänger erstmals an einer deutschen Hochschule immatrikuliert. Die Zahl sank im Vergleich zum Studienjahr 2019 um vier Prozent.

Mit einem Minus von 42 Prozent im Vorjahresvergleich verzeichnete das Bundesamt den größten relativen Rückgang bei den ausländischen Studienanfängern im Bereich Geisteswissenschaften. Die meisten Ersteinschreibungen ausländischer Studierender gab es demnach in den Fächergruppen Ingenieurwissenschaften sowie Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, doch auch hier ging die Zahl mit minus 17 Prozent beziehungsweise minus 16 Prozent deutlich zurück.

(dpa)

Alle externen Inhalte nachladen?
Datenschutzerklärung
nachladen