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20210316154044

Corona dämpft Produktion der Industrie im Südwesten deutlich

15:38
16.03.2021
Die Corona-Pandemie hat der Produktion in Baden-Württembergs Industrie im vergangenen Jahr einen deutlichen Dämpfer verpasst. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes vom Dienstag ging die Produktionsleistung 2020 im Vergleich zu 2019 um 9,4 Prozent zurück. Enorme Rückgänge gab es vor allem im Frühjahr, als viele Betriebe ihre Arbeit in Folge der Corona-Gegenmaßnahmen massiv zurückfuhren oder gleich ganz einstellten. Das vierte Quartal lag dagegen schon wieder über dem Vorjahresniveau. Den im Jahresverlauf aufgebauten Rückstand konnte die Industrie allerdings nicht wieder aufholen.

Besonders betroffen waren laut Statistik vor allem der Maschinenbau und die Autoindustrie, also die beiden Schlüsselbranchen im Südwesten. Die Holzbranche, die Pharmaindustrie und auch die Hersteller von Datenverarbeitungsgeräten produzierten dagegen 2020 sogar mehr als im Jahr zuvor.

(dpa/lsw)

EMA: Vorerst weiter von Vorteil des Astrazeneca-Impfstoffs überzeugt

14:47
16.03.2021
Die Europäische Arzneimittelagentur hält den Nutzen des Corona-Impfstoffs von Astrazeneca bis zum Abschluss der laufenden Untersuchungen für größer als die Gefahren. Solange die Untersuchungen der EU-Behörde andauerten, sei man entschieden überzeugt, dass die Vorteile des Impfstoffs bei der Verhinderung von Covid-19 das Risiko überwögen, bekräftigte EMA-Chefin Emer Cooke am Dienstag. Am Donnerstag wolle die EMA eine Einschätzung zu möglichen Risiken und zur weiteren Verwendung abgeben.

Deutschland und zahlreiche andere EU-Staaten hatte die Impfungen mit dem Corona-Impfstoff von Astrazeneca zuletzt ausgesetzt. Hintergrund waren Berichte über Blutgerinnsel in zeitlichem Zusammenhang mit dem Impfprozess.

Cooke betonte nun, dass eine Situation wie diese nicht unerwartet sei. Wenn man Millionen Menschen impfe, sei es unausweichlich, dass man seltene oder ernsthafte Vorkommnisse von Erkrankungen habe, die nach der Impfung auftreten. Die EMA prüfe nun, ob dies tatsächlich eine Nebenwirkung sei oder Zufall. Es brauche dazu eine wissenschaftliche Bewertung. Jeder Vorfall werde einzeln betrachtet. «Wir müssen die Fakten zuerst haben.» Vorher könne man nicht zu einer Schlussfolgerung kommen.

Vorläufig hielt Cooke aber fest, dass es bislang keine Hinweise darauf gebe, dass die Impfungen die Vorfälle verursacht hätten. In den klinischen Studien seien sie nicht aufgetaucht, sie seien auch keine bekannten oder erwarteten Nebenwirkungen des Impfstoffs.

Die Corona-Krise habe verheerende gesundheitliche, wirtschaftliche und gesellschaftliche Auswirkungen, betonte die Irin. Impfstoffe würden dabei helfen, Menschen zu schützen. Dies sei eine sehr wichtige Erwägung bei der Bewertung von Vorteilen und Risiken. Falls die Vorfälle tatsächlich mit dem Impfstoff zusammenhingen, müsse man sehen, wie man damit umgehe - «unter Berücksichtigung, dass diese Impfstoffe auch sehr wichtig zur Verhinderung von Todesfällen durch Covid-19 sind».

(dpa)

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