Letztes Update:
20210316130534

Alle Kitas in Mannheim bis Ostern geschlossen

12:02
16.03.2021
Angesichts steigender Corona-Infektionszahlen bei Kindern schließt die Stadt Mannheim als einzige Kommune im Land ab diesem Mittwoch alle Kitas. Sie sollen bis zum 1. April dichtmachen, wie die Stadt mitteilte. «Da wir eine Häufung von Infektionen in Kitas beobachten können, müssen wir hierauf reagieren und die Infektionsketten unterbrechen - auch wenn wir großes Verständnis für die Situation der Eltern und Kinder haben», sagte Familienbürgermeister Dirk Grunert. Bereits jetzt seien sechs Einrichtungen geschlossen. Überdies gilt seit Dienstag eine Maskenpflicht an Grundschulen. Die Sieben-Tage Inzidenz lag am Dienstag bei 116,2.

Hintergrund ist nach Angaben der Stadt die Beobachtung, dass das Alter der Infizierten sinkt, sich die Zahl der Ausbrüche in Kindertagesstätten und Schulen erhöht und neben den Lehrkräften und Erzieherinnen in höherem Maße als zuvor auch Kinder betroffen sind.

Seit den Sommerferien vergangenen Jahres wurden dem Landesgesundheitsamt im ganzen Südwesten 348 Ausbrüche in Schulen mit 1694 Infektionen übermittelt sowie 319 Ausbrüche in Kitas mit 2012 Infektionen, hierunter ist ein Todesfall eines Beschäftigten.

(dpa)

Bayern für einheitliche Corona-Testpflicht für Mallorca-Rückkehrer

12:01
16.03.2021
Zum Schutz der Bevölkerung in Deutschland wünscht sich Bayern vom Bund eine bundeseinheitliche Testpflicht für Reiserückkehrer von der spanischen Ferieninsel Mallorca. Der Bund müsse überlegen, ob nicht eine verbindliche Testpflicht möglich wäre, sagte Ministerpräsident Markus Söder am Dienstag nach einer Sitzung des Kabinetts in München. Alles andere wäre «kein gutes Signal».

Wie bedenklich die Situation sei, zeige die Sorge auf Mallorca vor einem zu großen Ansturm von Touristen, sagte Söder. «Also deswegen glaube ich wäre es sehr sinnvoll zu überlegen, ob man dann da eine Testpflicht hat.» Bayern werde in jedem Fall seine Flughäfen mit entsprechenden Testkapazitäten ausstatten, damit sich dort jeder testen lassen könne.

Mit Blick auf die Osterferien zeigte sich Söder skeptisch, was Urlaubsreisen angehe. «Für Pfingsten und den Sommer bin ich allerdings, wenn ich ehrlich bin, sehr optimistisch», betonte er. Bis dahin könne man bei den Impfungen einen Riesenschritt vorankommen.

(dpa)

Experte zu Covid-Impfung: Autoimmunreaktion möglich, aber sehr selten

11:45
16.03.2021
Der Immunologe Carsten Watzl hält es für möglich, dass eine Covid-19-Impfung in sehr seltenen Fällen eine Autoimmunreaktion auslösen kann. Bezüglich der ausgesetzten Astrazeneca-Impfungen sei dies auf Grundlage der bekannten Informationen aber «reine Spekulation», so der Leiter der Immunologie am Leibniz-Institut für Arbeitsforschung an der Technischen Universität Dortmund.

Grundsätzlich müsse eine genetische Vorbelastung (Prädisposition) für eine Autoimmunerkrankung vorhanden sein. «Ein Umweltfaktor wie ein Infekt oder eine Impfung kann sie alleine nicht verursachen», erklärte Watzl der Deutschen Presse-Agentur.

Eine solche Autoimmunreaktion könne dafür sorgen, dass der Körper Antikörper gegen die eigenen Blutplättchen (Thrombozyten) bilde. Nach dem Auslösen dauert es dem Wissenschaftler zufolge ein bis zwei Wochen, bis sich Auto-Antikörper gebildet haben. Der Immunologe betont: «Selbst wenn das eine kausale Nebenwirkung der Impfung wäre, wäre sie sehr selten.» Man müsse nun erst einmal weitere Informationen zu den Fällen einer speziellen Thrombose abwarten, die Anlass des Aussetzens der Astrazeneca-Impfungen waren.

(dpa)

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