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20210316073845

Britischer Experte zu Astrazeneca-Stopps: Vorsicht gebietet Impfungen

05:23
16.03.2021
Der britische Statistikprofessor David Spiegelhalter hat die Entscheidung in Deutschland zum vorübergehenden Stopp der Impfungen mit dem Astrazeneca-Vakzin kritisiert. «Angesichts von Ungewissheit ist es gut, vorsichtig zu sein. Aber in den derzeitigen Umständen mit steigenden Fallzahlen in Deutschland dürfte die Vorsicht es gebieten, schnellstmöglich so viele Menschen wie möglich zu impfen», sagte der Professor an der Universität Cambridge der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag. Außerdem seien mögliche Schäden durch die Verstärkung von Vorbehalten gegen den Impfstoff zu bedenken. «Das sind schwierige Entscheidungen in ungewöhnlichen Zeiten», so Spiegelhalter.

In einem Gastbeitrag im «Guardian» hatte der Wissenschaftler am Montag davor gewarnt, kausale Zusammenhänge zu sehen, wo keine sind. Die klinischen Studien, die zur Zulassung des Astrazeneca-Impfstoffs in Großbritannien führten, und die Erfahrungen aus dem Impfprogramm in dem Land mit rund zehn Millionen verabreichten Dosen des Präparats hätten gezeigt, dass das Vakzin «außerordentlich sicher» sei.

Die Bundesregierung hatte die Vergabe des Astrazeneca-Impfstoffs am Montag auf Empfehlung des Paul-Ehrlich-Instituts vorübergehend angehalten, nachdem es neue Berichte über Fälle von sehr seltenen Thrombosen der Hirnvenen im zeitlichen Zusammenhang mit der Impfung gegeben hatte. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte betont, es handle sich um eine «reine Vorsichtsmaßnahme».

Der BBC sagte Spiegelhalter zu den Impfstopps, die zuvor auch in Irland und anderen europäischen Ländern veranlasst wurden: «Wenn das eine Verzögerung in der Verabreichung der Impfstoffe an Menschen bedeutet, die andernfalls eine Impfung bekommen hätten, dann wird das Schaden anrichten.»

(dpa)

Kapitel

Montag, 15. März

Behörde schließt erneut Düsseldorfer Restaurant - Gäste flüchten

20:26
15.03.2021
Nur einen Tag nach der Schließung eines Restaurants in Düsseldorf sind der Inhaber und eine Kellnerin bei der Kontrolle durch das Ordnungsamt erneut erwischt worden. Laut Mitteilung der Stadt von Montag saßen bei der Nachkontrolle am Freitag sechs Gäste an einem Tisch, obwohl im Corona-Lockdown niemand bewirtet werden darf. Die Gäste flüchteten über einen Hinterausgang und versteckten sich zeitweise mit Weinflaschen und Gläsern in einem Holzverschlag. Der Betrieb wurde erneut geschlossen, die Notausgänge im Innenhof und die Eingangstür wurden versiegelt. Schon am Donnerstag war das Restaurant im Stadtteil Oberkassel aufgefallen: Gäste saßen dort ohne Mund-Nasen-Schutz und ließen sich bewirten.

(dpa)

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