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Schwesig fordert frühere Einbindung der Hausärzte ins Impfen

13:43
15.03.2021
Vor der Bund-Länder-Telefonkonferenz zum Impfen gegen Covid-19 an diesem Mittwoch hat Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) gefordert, die Hausärzte früher als geplant einzubeziehen. «Meine Forderung ist ganz klar, dass die niedergelassenen Ärzte nicht erst ab 19. April einbezogen werden, so wie es jetzt die Gesundheitsminister beschlossen haben, sondern eher», sagte Schwesig am Montag beim Besuch eines Corona-Schnelltestzentrums in Ludwigslust.

In Mecklenburg-Vorpommern sollen die niedergelassenen Ärzte vom kommenden Montag an 15 000 Impfdosen des Herstellers Astrazeneca erhalten, um sich selbst und das Praxispersonal zu schützen. Sie sollen damit auch chronisch Kranke impfen, sagte Schwesig. Außerdem forderte sie, «dass zusätzlicher Impfstoff, der vielleicht aus der Europäischen Union kommt, dann darüber auch noch stärker eingesetzt werden soll». Die Arztpraxen sollen nach Schwesigs Worten eine Ergänzung zu den Impfzentren sein, um weiter in die Fläche zu gehen.

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) warnte unterdessen vor falschen Erwartungen an die Beteiligung der Hausärzte bei der Corona-Impfkampagne. Der Mittwoch dürfe keine neuen Enttäuschungen produzieren, sagte Merkel am Montag nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur von Teilnehmern in Online-Beratungen des CDU-Vorstands. Sie hoffe auf Einigkeit mit den Ländern bei den Beratungen. Jeder solle bis zur Bundestagswahl im September ein Impfangebot erhalten. Merkel und die Ministerpräsidenten wollen am Mittwochabend den Fahrplan für die Einbeziehung der Hausarztpraxen in der Impfkampagne festlegen.

(dpa)

Corona-Lockdown hat auf die CO2-Belastung kaum Auswirkungen

12:47
15.03.2021
Der coronabedingte Lockdown hat auf den Klimawandel und die Kohlendioxidbelastung kaum Auswirkungen. Großzügig ausgelegt lasse sich sagen, «die ökonomische Minderung ist nicht mehr als acht Prozent. Das entspricht einem Monat weniger Emissionen», sagte Hans von Storch am Montag zum Auftakt der 12. Deutschen Klimatagung in Hamburg. Das sei nicht sehr viel bei jährlich 40 Gigatonnen CO2-Emissionen. Der Gründer der Tagung und ehemalige Leiter des Instituts für Küstenforschung am Helmholtz-Zentrum Geesthacht betonte, wenn die Pariser Klimaschutzziele eingehalten werden sollen, dann müssten diese 40 Gigatonnen bis 2050 ganz zurückgehen. «Das würde hier bedeuten, dass wir (...) den Lockdown unbegrenzt fortsetzen und jedes Jahr eine weitere Maßnahme mit ähnlicher Wirkung installieren.»

(dpa)

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