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Deutschlands Gastronomieketten müssen heftiges Umsatzminus hinnehmen

10:48
15.03.2021
Wegen der Corona-Pandemie haben Deutschlands große Restaurantketten deutlich weniger Geld in die Kassen bekommen. Der Umsatz dieser Firmen sei 2020 im Vergleich zum Vorjahr um 29,8 Prozent auf etwa 10,7 Milliarden Euro abgesackt, heißt es in einer Markterhebung des Branchenmagazins Foodservice, die am Montag anlässlich der digitalen Version der Messe Internorga publiziert wurde. 2019 hatte es noch ein Erlösplus von 6,1 Prozent gegeben. Es geht um die hundert größten Gastronomieunternehmen mit rund 20 000 Restaurants in Deutschland, die das Branchenmagazin befragt und ihren Umsatz teilweise geschätzt hat.

Bemerkenswert ist, dass Fastfood - in der Branche «Quick Service» genannt - zwar ebenfalls Federn ließ, aber weniger stark als andere Gastroangebote. Mit Lieferdiensten, Mitnahmestationen und teilweise auch mit Drive-In-Schaltern kam dieses Branchensegment relativ gut durch die Krise. Das gilt zum Beispiel für McDonald's und Burger King, die beiden größten Gastronomieketten in Deutschland. Auch die Deutschlandtochter von Yum! (KFC, Pizza Hut) sowie Subway schlugen sich nicht so schlecht wie andere Marktteilnehmer.

Hart traf es die LSG (Lufthansa Service Holding AG), die mit Bordverpflegung von Passagiermaschinen und mit Event-Catering Geschäft macht. Auch die Autobahn Tank & Rast GmbH aus Bonn, die Verpflegung an Autobahnraststätten anbietet, kam unter die Räder und sackte beim Umsatz deutlich ab. Nordsee rutschte aus den «Top Ten». Wegen der Pandemie waren die Restaurants knapp ein Drittel des vergangenen Jahres geschlossen, Essen zur Abholung und zur Lieferung konnte aber weiter angeboten werden.

(dpa)

Bund will Corona-Hilfe für internationale Kultur fortsetzen

10:36
15.03.2021
Die Bundesregierung setzt in der Corona-Pandemie weiter auf die Unterstützung internationaler Kulturprojekte. Dafür soll in diesem Jahr ein 2020 eingerichteter Hilfsfonds ausgebaut werden, hieß es aus dem Auswärtigen Amt. Außenminister Heiko Maas (SPD) informierte sich am Montag online über vier Projekte des Hilfsfonds in Brasilien, Georgien, Libanon und Bosnien-Herzegowina.

Die Mittel gehen laut Auswärtigem Amt an Organisationen in Kunst, Kultur und Bildung, die mit ihrer Arbeit gesellschaftliche Vielfalt und das kulturelle Leben vor Ort stärken. Der Hilfsfonds habe dazu beigetragen, kulturelle Partnerstrukturen im Ausland zu erhalten und zu stärken. Deswegen sollen die Mittel von zuletzt drei auf nun sechs Millionen Euro verdoppelt werden.

Im vergangenen Jahr wurden 141 Projekte mit bis zu 25 000 Euro gefördert. Beworben hatten sich gut 440 ausländische Organisationen aus Kultur und Bildung in 75 Ländern.

Neben Auswärtigem Amt und Goethe-Institut, das die Vergabe der Mittel koordiniert, sind auch dabei: das Berliner Künstlerprogramm des Deutschen Akademischen Austauschdiensts (DAAD), die deutsche Unesco-Kommission, die S. Fischer Stiftung, die Stiftung Mercator, die Robert Bosch Stiftung und die Siemens Stiftung.

(dpa)

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