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20210312143927

Astrazeneca: Daten zeigen kein erhöhtes Risiko für Thrombosen

14:15
12.03.2021
Der britisch-schwedische Pharmakonzern Astrazeneca hat Sorgen wegen schwerer Nebenwirkungen seines Corona-Impfstoffs zurückgewiesen. «Eine Analyse unserer Sicherheitsdaten von mehr als 10 Millionen Datensätzen hat keine Hinweise auf ein erhöhtes Risiko für Lungenembolien oder tiefe Venenthrombosen gezeigt», teilte ein Sprecher am Freitag mit. Das gelte für alle Altersgruppen, Geschlechter, Länder oder Chargen des Astrazeneca-Impfstoffs. «Tatsächlich kommen diese Ereignisse unter Geimpften sogar seltener vor als in der Allgemeinbevölkerung», hieß es weiter.

Dänemark und andere Länder hatten Impfungen mit dem Stoff ausgesetzt. Als Grund wurden Berichte über einen Todesfall und schwere Erkrankungen durch Blutgerinnsel nach der Impfung genannt. Man könne jedoch noch nicht feststellen, ob ein Zusammenhang zwischen dem Impfstoff und den Blutgerinnseln bestehe, hieß es.

Die Europäischen Arzneimittelbehörde EMA kam zu dem Schluss, dass der Anteil der Thrombosekranken nach einer Impfung mit dem Astrazeneca-Präparat dem spontanen Auftreten dieser Erkrankung in der Normalbevölkerung entspricht. Bis zum 10. März hat die EMA 30 Fälle von «thromboembolischen Ereignissen» bei fast fünf Millionen mit dem Astrazeneca-Mittel geimpften Menschen registriert.

(dpa)

Spahn mahnt erneut zur Vorsicht bei Corona-Öffnungen

14:14
12.03.2021
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat erneut zur Vorsicht bei den Lockerungen der Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus gemahnt. «Das Virus verändert sich, wird offenkundig ansteckungsfähiger und verbreitet sich dadurch schneller», sagte Spahn am Freitag bei einem digitalen Kongress der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung». «Wir sehen, dass die Zahlen steigen, dass auf den Intensivstationen der deutliche Abwärtstrend über Wochen sich eher in einen Seitwärtstrend verwandelt hat.»

Die Regierung sei mit den Öffnungsschritten «bis an den Rand dessen gegangen, was aus Gesundheitsschutzaspekten verantwortlich ist», sagte Spahn weiter. Nach jedem Schritt müsse genau abgewogen werden, was möglich ist. Denn keiner könne wollen, dass die Situation in vier, sechs oder acht Wochen wieder so sei wie im vergangenen November und die «sehr hart erarbeiteten Erfolge der letzten Wochen» wieder weg seien, betonte der Minister.

Spahn bat außerdem um mehr Verständnis für die Entscheidungen der Regierung in der Pandemie. «Nach zwölf Monaten Pandemie ist das Deutschland sehr rundgescheuert, die Nerven liegen vielerorts verständlicherweise blank», sagte er. Über Fehler und Probleme müsse geredet werden, «aber eben so, dass es nicht destruktiv ist, dass es nicht nur um Schuldzuweisungen geht, sondern so, dass wir daraus auch etwas lernen können, etwas mitnehmen können und dass wir als Gesellschaft zusammenbleiben», sagte er. 

(dpa)

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