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20210312102940

Südkorea verlängert coronabedingte Kontaktbeschränkungen

08:59
12.03.2021
Weil die Zahl der täglich erfassten Corona-Infektionen im Land nicht kleiner wird, verlängert Südkorea die Maßnahmen zur Beschränkung sozialer Kontakte. Um die laufenden Corona-Impfungen störungsfrei fortsetzen zu können und eine weitere Ausbreitung des Virus zu verhindern, hätten die Behörden beschlossen, die Beschränkungen um zwei weitere Wochen bis zum 28. März beizubehalten, sagte Yoon Tae Ho vom Zentrum für das Katastrophenmanagement am Freitag. Die Regierung folge damit Empfehlungen von Experten. Es bestehe das Risiko einer «vierten Infektionswelle».

Südkorea ist zwar bislang relativ gut durch die Pandemie gekommen. Das Land mit 51,3 Millionen Einwohnern sieht sich jedoch seit Ende 2020 einer dritten Welle von Infektionen mit Sars-Cov-2 ausgesetzt. Die Abstandsregeln wurden schrittweise verschärft.

Seit Wochen werden 300 bis 400 tägliche Neuinfektionen erfasst, ohne dass die Zahlen zurückgehen. Am Donnerstag wurde der höchste Anstieg seit drei Wochen gemeldet. Demnach wurden 488 Infektionsfälle bestätigt. Die Gesamtzahl kletterte auf 94 686. Die meisten Fälle entfielen erneut auf die Hauptstadt Seoul und die umliegende Region. Probleme bereiten den Behörden vor allem immer wieder neue lokale Anhäufungen von Fällen. Zuletzt gab es laut Yoon solche Cluster-Ausbrüche in Badeanstalten und Saunen.

Den Angaben zufolge bleiben private Zusammenkünfte von fünf oder mehr Personen verboten, bei Treffen von Familienangehörigen soll die Zahl auf acht beschränkt sein. Zu den Maßnahmen gehört auch, dass Cafés, Restaurants und Fitnessstudios in der Hauptstadtregion täglich nur bis 22.00 Uhr geöffnet sein dürfen.

Auch sollen in den nächsten zwei Wochen die Inspektionen der Corona-Schutzmaßnahmen in Kaufhäusern, Privatschulen, Restaurants und weiteren Einrichtungen verstärkt werden.

(dpa)

Barmer-Landeschef: Digitaler Impfpass und elektronische Akte fehlen

07:48
12.03.2021
Im Kampf gegen die Corona-Pandemie hat der Landesgeschäftsführer der Krankenkasse Barmer, Winfried Plötze, die schleppende Digitalisierung im Gesundheitswesen kritisiert. In Deutschland sei die elektronische Patientenakte viel zu spät eingeführt worden, sagte er den «Badischen Neuesten Nachrichten (Freitag). «Hätten wir diese schon vor fünf Jahren umgesetzt, dann hätten wir jetzt vielleicht auch einen elektronischen Impfpass.» Stattdessen arbeite man im Gesundheitswesen noch viel mit Papierakten und versende Faxe, bemängelte Plötze. Außerdem tue die Politik zu wenig, um Krankheiten wie Adipositas oder Diabetes vorzubeugen - und damit auch schweren Verläufen von Covid-19.

In anderen Feldern stellte er dem deutschen Pandemie-Management aber ein gutes Zeugnis aus. So verfügten die Kliniken hierzulande über mehr Intensivbetten als in anderen EU-Ländern. Ein «Pluspunkt» sei zudem der ambulante Sektor: «Die meisten Menschen mit Symptomen haben einen Haus- oder Facharzt aufgesucht und sind nicht in eine Klinik gegangen, in der sie das Virus hätten verbreiten können.»

(dpa/lsw)

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