Letztes Update:
20210310172347

EU-Arzneimittelbehörde EMA entscheidet über Johnson-Impfstoff

16:56
10.03.2021
Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) wird am Donnerstag voraussichtlich die bedingte Zulassung des Impfstoffes des US-Herstellers Johnson&Johnson empfehlen. Damit könnte die Behörde mit Sitz in Amsterdam den Weg für den vierten Corona-Impfstoff in der EU freimachen. Die EU-Kommission muss zwar noch zustimmen. Das gilt aber als Formsache und könnte ebenfalls am Donnerstag geschehen.

Die EU-Kommission hat bereits Impfdosen für 200 Millionen Menschen bestellt. Davon würde Deutschland 36,7 Millionen erhalten. Der Hersteller hatte zugesichert, dass ab April geliefert werde.

Der Impfstoff wurde in den Niederlanden von der Johnson-Tochter Janssen entwickelt und hat Vorteile gegenüber den bisher zugelassenen Präparaten von Pfizer/Biontech, Moderna und Astrazeneca. So muss er nur einmal gespritzt werden.

Die Wirksamkeit liegt nach Angaben des Herstellers bei etwa 66 Prozent. Bei einer schweren Covid-19-Erkrankung lag der Schutz in den Studien bei mehr als 85 Prozent. Das Vakzin wurde bereits vor rund zwei Wochen in den USA zugelassen und soll auch gegen Virus-Varianten effektiv sein. 

(dpa)

Land unterstützt Kommunen bei Mehrkosten für Sozialausgaben

16:42
10.03.2021
Das baden-württembergische Sozialministerium unterstützt die Kommunen im Land mit 14 Millionen Euro bei pandemie-bedingten Mehrausgaben für Sozial- und Eingliederungshilfe. Den Stadt- und Landkreisen seien durch die Anschaffung von Schutzkleidung oder das Anmieten von zusätzlichen Räumen wesentliche Mehraufwendungen entstanden, teilte ein Sprecher des Sozialministeriums am Mittwoch in Stuttgart mit. Diese seien teilweise noch nicht vollständig von den Stadt- und Landkreisen vergütet worden. Deshalb wolle man nun mit einer freiwilligen Landeshilfe die Kreise finanziell unterstützen.

«Auch wenn wir als Land nicht für die Deckung der Kosten zuständig sind, wollen wir unseren Beitrag dazu leisten», teilte Sozialminister Manne Lucha (Grüne) am Mittwoch mit. Baden-Württemberg verfüge über eine sehr gute Infrastruktur in der Eingliederungs- und Sozialhilfe und über eine hohe Qualität. Das gelte es für die Zukunft zu erhalten. Beglichen werden sollen mit der Landeshilfe Mehrkosten, die seit Beginn der Corona-Pandemie im Jahr 2020 bei den Einrichtungen der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderungen und in der Sozialhilfe angefallen sind.

(dpa/lsw)

Alle externen Inhalte nachladen?
Datenschutzerklärung
nachladen