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20210310140224

Unternehmen mit Grenzpendlern erhalten Corona-Schnelltests

13:55
10.03.2021
Die grün-schwarze Landesregierung stellt Unternehmen in der Grenzregion zu Frankreich und der Schweiz 300 000 Corona-Schnelltests für Grenzpendler zur Verfügung. Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) sagte am Mittwoch in Stuttgart, insbesondere im Hinblick auf die Virusmutanten sei der Einsatz von Schnelltests ein wichtiges Instrument, um vor Corona-Infektionen zu schützen.

Bereits seit Anfang Februar könne sich der betroffene Personenkreis kostenlos in Hausarztpraxen, Corona-Schwerpunktpraxen, Apotheken oder kommunalen Testzentren kostenlos testen lassen. «Allerdings dürfte die Nachfrage nach Testmöglichkeiten weiter steigen.» Auf das zusätzliche Angebot verständigte sich das Land mit mehreren Spitzenverbänden der Wirtschaft, den grenznahen Industrie- und Handelskammern sowie den entsprechenden Handwerkskammern. Die Testmöglichkeiten seien derzeit umso wichtiger, da in der gesamten deutsch-französisch-schweizerischen Grenzregion rund 100 000 Grenzgänger und Pendler von weitergehenden Einschränkungen direkt betroffen wären.

Die Schnelltests stammen laut Mitteilung aus der Notreserve des Landes. Sie sollen übergangsweise bis voraussichtlich Ende März dazu beitragen, den Grenzverkehr von und nach Baden-Württemberg, Frankreich und die Schweiz sicherzustellen. Der Einsatz sei dann vorgesehen, wenn es durch die weitere Corona-Entwicklung mit Virusvarianten oder sogenannten Hochinzidenzsituationen zu Verschärfungen komme, teilten das Land und die Verbände weiter mit.

(dpa/lsw)

Fünft- und Sechstklässler sollen zweimal die Woche getestet werden

13:30
10.03.2021
Bei der Rückkehr der fünften und sechsten Klassen in die Schulen sollen die Kinder wie schon die Lehrkräfte zweimal die Woche kostenlos getestet werden. Darauf hat sich die grün-schwarze Regierung verständigt, wie die dpa am Mittwoch in Stuttgart aus Regierungskreisen erfuhr. Von diesem Montag an bis zu den Osterferien sollen sich die Eltern darum kümmern, dass ihre Kinder sich bei Apotheken, Hausärzten oder kommunalen Anlaufstellen auch an Schulen auf das Coronavirus testen lassen. Erst nach den Ferien soll es flächendeckend an den Schulen Testzentren geben. Die Osterferien beginnen am 1. April, am 12. April müssen die Kinder und Jugendlichen wieder zur Schule.

Das Land geht mit dieser Teststrategie über den Bund-Länder-Beschluss von vor einer Woche hinaus. Dort hatte es geheißen, die Länder sollten sicherstellen, «dass das Personal in Schulen und Kinderbetreuung sowie alle Schülerinnen und Schüler pro Präsenzwoche das Angebot von mindestens einem kostenlosen Schnelltest erhalten». Der Städtetag hatte am Montag erklärt, drei Viertel der Kommunen unterstützten das Land seit der Wiedereröffnung der Kitas und Schulen durch mobile Testteams direkt in der Einrichtung. Hier sei Baden-Württemberg weiter als andere Bundesländer.

In der Frage, ob die Kinder der fünften und sechsten Klassen bei der geplanten vollständigen Rückkehr in die Schulgebäude den coronabedingten Abstand von eineinhalb Meter einhalten müssen, gibt es dem Vernehmen nach noch Gesprächsbedarf. Am Dienstag hatte Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) darauf bestanden, dass dieser Abstand beachtet werden müsse. Ansonsten müsse überlegt werden, ob es einen Wechsel von Präsenz- und Fernunterricht geben könne. Das Kultusministerium lehnt Wechselunterricht jedoch ab und pocht weiter darauf, dass es «kein förmliches Abstandsgebot» geben könne, weil nicht alle Schulen das gewährleisten könnten. 

(dpa/lsw)

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