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20210310044529

Weniger Erkältungen: Verkauf von Taschentuch-Päckchen gesunken

04:43
10.03.2021
Weil die Menschen weniger Schniefnasen haben, ist der Bedarf an klassischen Taschentuch-Packungen gesunken. Normalerweise steige der Verkauf dieser Produkte im Herbst, dieser Effekt sei aber ausgeblieben, sagte eine Sprecherin von dem schwedischen Hygieneartikel-Konzern Essity und bezog sich dabei auf dessen «Tempo»-Marke. Die Nachfrage nach den Einzelpäckchen sei in den vergangenen Monaten deutlich zurückgegangen. Zahlen nannte sie nicht. Andere Hersteller wollten sich nicht äußern, Branchenkennern zufolge waren aber auch sie von der Entwicklung betroffen.

Der Grund für den rückläufigen Umsatz liegt auf der Hand: Durch die Corona-Abstandsregeln und Kontaktbeschränkungen waren die Menschen im Schnitt weniger krank als in Vorjahren, was auch zu einer gesunkenen Nachfrage nach Erkältungsmitteln geführt hat. «Die Regeln wirken und schützen vor Infektionen mit dem Coronavirus genauso wie vor Erkältung und Grippe», sagte die Essity-Sprecherin. «Das hat auch Auswirkungen auf die Nachfrage nach unseren Papiertaschentüchern.»

Essity setzt verstärkt auf den Verkauf von Taschentüchern in Karton-Boxen, die man sich auf den Tisch stellen kann. Die Nachfrage hiernach zog den Angaben zufolge stark an. Ein weiteres «Tempo»-Produkt sind etwa feuchte Toilettenpapiere. Im Gesamtjahr 2020 stieg der Umsatz in der «Tempo»-Markengruppe den Angaben zufolge sogar. Das begründet die Firmensprecherin auch mit einem stärkeren Hygienebewusstsein in der Pandemie. «Manche Konsumenten nutzen unsere Taschentücher, wenn sie sich bewusst schützen wollten, zum Beispiel wenn sie Türklinken anfassen oder Aufzugknöpfe drücken müssen.»

Mit Blick auf die anbrechende Heuschnupfensaison rechnet Essity auch wieder mit einer höheren Nachfrage nach Taschentüchern. «Die Menschen freuen sich darauf, mehr Zeit draußen zu verbringen, und auch beim regelmäßigen Lüften dringen die Pollen bis in die Innenräume vor», so die Sprecherin. «Wir bereiten uns in jedem Fall darauf vor, dass der Verbrauch von Tempo bald wieder anzieht.»

Essity hat in Deutschland 4600 Mitarbeiter in sechs Werken und zwei Verwaltungssitzen, die Deutschlandzentrale ist in Mannheim. Die «Tempo»-Taschentücher stellt das Unternehmen in Neuss her.

(dpa)

Fast 150 Corona-Sondersendungen bei ARD und ZDF seit Pandemiebeginn

04:35
10.03.2021
Schon 148 Sondersendungen haben ARD und ZDF zur Corona-Krise seit dem Beginn der Pandemie ins Programm genommen. In diesem Jahr bereits 10 mal und zuvor 73 mal im Jahr 2020 hieß es im Ersten nach der 20-Uhr-«Tagesschau»: «ARD extra: Die Corona-Lage». Das letzte «Extra» dieser Art lief erst am Montag und berichtete von den vielerorts in Deutschland in Kraft getretenen Corona-Lockerungen. Zudem gab es ein Interview mit dem österreichischen Bundeskanzler Sebastian Kurz. Das ZDF änderte etwas weniger häufig seinen Programmablauf in den vergangenen zwölf Monaten. 2021 gab es bisher fünf «ZDF spezial»-Sendungen zum Thema Corona, 2020 waren es 60 gewesen.

(dpa)

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