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Drogeriemärkte stehen bei Verkauf von Corona-Tests in Startlöchern

16:06
08.03.2021
Nach den Discountern Aldi und Lidl peilen auch die Drogeriemarktketten dm und Rossmann den Start des Verkaufs von Corona-Selbsttests an. Sofern die Lieferungen wie geplant kämen, «können wir den Corona-Schnelltest voraussichtlich im Laufe der Woche in unseren Verkaufsstellen anbieten», teilte Rossmann am Montag mit. Von dm hieß es ebenfalls, man gehe davon aus, im Laufe dieser Woche starten zu können.

Ursprünglich hatten beide Ketten den Verkaufsbeginn am Dienstag (9. März) in Aussicht gestellt, dies aber an notwendige Lieferungen gekoppelt - diese kamen offenbar nicht so schnell wie erhofft.

Die Edeka-Supermärkte wollen die Tests «in Kürze» anbieten. Rewe teilte mit, seine Supermärkte sollten mit Beginn der kommenden Woche sukzessive mit dem Verkauf von Selbsttests beginnen. Auch die Discount-Töchter der beiden Handelsunternehmen, Netto und Penny, wollen in den Verkauf der Selbsttests einsteigen.

Bei Aldi war es bereits am Samstag losgegangen, die Packungen waren schnell ausverkauft. Eine Sprecherin von Aldi Süd erklärte am Montag, es sei weitere Ware unterwegs und es werde noch in dieser Woche Nachschub kommen. «Aufgrund der nach wie vor hohen Nachfrage kann es auch dann sein, dass die Tests zügig ausverkauft sind», so die Sprecherin. An der Kasse werde jeder Kunde weiterhin nur eine Packung bekommen. Eine Packung enthält fünf Tests.

Beim Discounter-Konkurrenten Lidl startete am Wochenende der Online-Verkauf der Tests, auch hier war die Nachfrage groß und die Webseite war zwischenzeitlich nicht erreichbar. Am Montag hieß es auf der Seite nur, die Packungen seien «demnächst bestellbar».

(dpa)

Berufsschullehrer ächzen unter Mehrbelastung infolge von Corona

15:26
08.03.2021
Zwei von drei Berufsschullehrern leiden nach Angaben ihres Verbandes (BLV) wegen des coronabedingten Wechsel- und Fernunterrichts unter einer deutlich gestiegenen Arbeitsbelastung. Das sind 15 Prozent mehr als im April vergangenen Jahres, wie der BLV mit Hinweis auf Befragungen von 3000 Lehrern im April 2020 und von 2800 im Februar dieses Jahres mitteilte. Und 90 Prozent der aktuell Befragten gaben zumindest einen gestiegenen Aufwand an. Der BLV sprach am Montag von erschreckenden Ergebnissen.

Am Rande der Belastbarkeit seien insbesondere die Schulleitungen und ihre Teams. Sie ächzten unter erheblich gestiegenem Verwaltungsaufwand: Kontaktlisten müssten erstellt, Unterricht und Abschlussprüfungen neu geplant, die Infos zu den immer neuen Corona-Regeln an die Lehrer weitergegeben werden. Deshalb müssten die Schulleiter noch stärker von der Unterrichtsverpflichtung befreit werden.

Als positiv verzeichnet der Verband, dass deutlich mehr Schülerinnen und Schüler im Fernunterricht erreicht würden als im ersten Lockdown des vergangenen Jahres. Noch knapp sechs Prozent nähmen kaum bis gar nicht am Fernunterricht teil. «Das ist ein extrem guter Wert», sagte Verbandschef Thomas Speck.

Speck warnte vor den Folgen einer weiteren Unterfinanzierung der beruflichen Bildung. In der nächsten Legislaturperiode müsse dringend mehr investiert werden. «Alles andere gefährdet die Zukunftschancen der Schüler und den Wirtschaftsstandort Baden-Württemberg.»

Sein Verband fordert über 500 neue Stellen, um Unterrichtsdefizite abzubauen sowie Digitalisierung und Innovationen voranzutreiben und dabei Netzwerke mit den kooperierenden Betrieben zu knüpfen. Mittels eines Stufenplans könnten in den kommenden fünf Jahren neue Stellen freigegeben werden.

(dpa/lsw)

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