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20210307121727

Regierung erwartet deutlichen Anstieg der Insolvenzen

11:27
07.03.2021
Die Bundesregierung erwartet als Folge der Corona-Pandemie eine erheblich steigende Zahl an Firmenpleiten. «Nach Einschätzung der Bundesregierung wird sich die Zahl der Unternehmensinsolvenzen im Jahr 2021 deutlich erhöhen», heißt es in einer Regierungsantwort auf eine Kleine Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion, die der «Augsburger Allgemeinen» vorliegt.

Aktuelle Einschätzungen gingen davon aus, dass es im Vergleich zu 2019 mit 18 749 Fällen einen Anstieg im vierstelligen oder niedrigen fünfstelligen Bereich geben werde, zitierte die Zeitung aus der Antwort. Dennoch sei «keine massive Insolvenzwelle in der Breite der Realwirtschaft zu erwarten», heißt es demzufolge in dem Schreiben des zuständigen Justizministeriums. Solche Prognosen seien «allerdings mit hoher Unsicherheit behaftet».

(dpa)

Tui wünscht sich klare Vorgaben für Reisen

10:42
07.03.2021
Der Touristikkonzern Tui hat die verantwortlichen Politiker aufgefordert, den Reiseanbietern klare Vorgaben für Urlaubsreisen unter Corona-Bedingungen zu machen. «Wer jetzt eine Reise bucht, möchte wissen, wann er wieder ins Flugzeug steigen oder an Bord eines Schiffes gehen kann», sagte der Vorsitzende der Tui- Deutschland-Geschäftsführung, Marek Andryszak, dem Portal «T-Online» (Sonntag). «Mein Appell an die Politik lautet deshalb: Gehen Sie mit uns eine Partnerschaft ein, machen Sie Vorgaben fürs Verreisen. Und wir setzen das dann um.»

Nach Ansicht von Andryszak könnte es «eine klare Ansage geben, dass jeder Urlauber vor der Abreise einen negativen Test vorweisen muss, der nicht älter als 48 Stunden ist». Die Reiseanbieter sollten diesen kontrollieren. «Wer keinen hat, fliegt nicht mit. Und genauso könnte man es bei der Rückreise halten.»

Mit steigenden Reisepreisen rechnet der Manager nicht - im Gegenteil: «Der Urlaub wird dieses Jahr sogar günstiger werden», sagte Andryszak. Vergleiche man dieselben Reisezeiten und dieselben Reiselängen würden die Reisen eher billiger, weil viele Hotels nicht voll ausgelastet seien. Am Dienstag beginnt die Internationale Tourismus-Börse (ITB), sie findet wegen der Corona-Pandemie online bis zum 12. März statt.

(dpa)

Maskenaffäre: CDU-Abgeordneter Löbel zieht sich aus Politik zurück

09:50
07.03.2021
Der CDU-Bundestagsabgeordnete Nikolas Löbel zieht sich im Zuge der Affäre um Geschäfte mit der Beschaffung von Corona-Masken aus der Politik zurück. Er werde sein Bundestagsmandat Ende August niederlegen und auch nicht mehr für den nächsten Bundestag kandidieren, teilte Löbel am Sonntag mit. Zugleich werde er seine Mitgliedschaft in der CDU/CSU-Bundestagsfraktion sofort beenden. «Ich übernehme die Verantwortung für mein Handeln und ziehe die notwendigen politischen Konsequenzen.»

Der Unionspolitiker betonte, er habe die Ansprüche an seine Ämter mit seinem Handeln verletzt. «Dafür möchte ich mich bei allen Bürgerinnen und Bürgern dieses Landes entschuldigen.»

Löbel hatte am Freitag eine Beteiligung an Geschäften mit Corona-Schutzmasken eingeräumt. Löbels Firma kassierte demnach Provisionen von rund 250 000 Euro, weil sie Kaufverträge über Masken zwischen einem baden-württembergischen Lieferanten und zwei Privatunternehmen in Heidelberg und Mannheim vermittelt hatte. Löbel räumte daraufhin zwar schnell Fehler ein, zog sich zunächst aber nur aus dem Auswärtigen Ausschuss des Bundestags zurück.

Doch das reichte seinen Kritikern auch innerhalb der Union nicht. Am Wochenende war der Druck auf Löbel, weitere persönliche Konsequenzen aus der Affäre zu ziehen, in CDU und CSU nochmals erheblich gestiegen. Eine Woche vor den Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz sagte die Spitzenkandidatin der Südwest-CDU, Susanne Eisenmann, dem ZDF: «Wenn das Mandat dafür eingesetzt wurde, diesen Verkauf, diese Vermittlung zu bewerkstelligen, dann ist auch der Rücktritt umgehend erforderlich.» Die Junge Union forderte, Unionsabgeordnete, die sich an der Pandemie bereichert haben, notfalls aus der Bundestagsfraktion zu werfen.

(dpa)

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