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20210307085856

Immunologe: Menschen mit meisten Kontakten vorrangig impfen

08:57
07.03.2021
Der Immunologe Michael Meyer-Hermann empfiehlt, Menschen für Corona-Impfungen nach der Menge ihrer Kontakte zu priorisieren. Jene mit vielen Kontakten zuerst zu impfen «hätte eine viel größere Wirkung», als weiter nach Alter vorzugehen, sagte der Experte vom Braunschweiger Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung dem Berliner «Tagesspiegel» (Sonntag). Durch die Impfung zuerst der älteren Bevölkerung sei die Todesrate deutlich gesenkt worden - aber dies sei die Gruppe mit den wenigsten Kontakten, eine Auswirkung auf die Epidemie sei daher nicht zu erwarten.

Wegen der Ausbreitung der Virusvariante B.1.1.7 hält er die beschlossenen Lockerungen für gefährlich und erwartet, dass die Infektionszahlen «explosionsartig ansteigen werden» wie zuvor in Irland, England, Portugal und Tschechien. Aus Gesprächen mit Bundes- und Landesregierungen wisse er: «Man kann nicht sagen, dass die Politik nicht weiß, welche Folgen Maßnahmen haben werden.»

Zugleich hält der Chef des Intensivmediziner-Verbands DIVI, Gernot Marx, ein baldiges Ende der Pandemie für realistisch - wenn sich alle an die Regeln halten und sich das Impftempo deutlich beschleunigt. «Dann werden wir die Pandemie bis Ende September besiegt haben», sagte der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. «Es ist sogar gut möglich, dass wir schon im Hochsommer soweit sind.» Er begründete das damit, dass Daten aus Israel nahelegen, dass Geimpfte andere nicht mehr infizieren. Man könne den «sicher geglaubten Sieg» über das Virus aber auch noch verspielen, sagte er - deshalb sollten nicht alle Einschränkungen beendet werden, etwa die Maskenpflicht an Orten, an denen sich viele begegnen.

(dpa)

Allergologen: Masken können bei Heuschnupfen helfen

08:38
07.03.2021
Die gegen das Coronavirus eingesetzten Masken können auch Pollen auffangen und so Heuschnupfen-Symptome in der Pollensaison verringern. «Egal welche Maske man trägt, es ist sehr wahrscheinlich, dass Pollen durch das Material abgehalten werden», sagte der Allergologe und Leiter der Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst, Karl-Christian Bergmann, der Deutschen Presse-Agentur. Dadurch könnte die Menge eingeatmeter Pollen zumindest reduziert werden.

Der Allergologe Arthur Helbing konkretisierte in einem Interview mit dem Schweizer Allergiezentrum, dass FFP2-Masken zwar besser filterten, die Entzündungssymptome bei Heuschnupfen aber «kaum zusätzlich» verringerten. Bereits gewöhnliche Hygienemasken seien für die meisten Pollen schon nicht mehr durchlässig, so Helbling, Leiter der Allergologisch-Immunologischen Poliklinik am Inselspital Bern. Wer trotz Maske niesen müsse, solle diese regelmäßig wechseln. «Ist die Maske feucht, bietet sie kaum mehr Schutz, weder vor Pollen noch vor Viren.»

Den Schutzeffekt von Masken mindert zudem, dass Augen und Haut ungeschützt bleiben. «Die Maske kann rote, tränende oder juckende Augen nicht verhindern», so Helbing. Ein gewisser Schutz vor Pollen lasse sich mitunter durch das Tragen einer Brille erreichen.

(dpa)

Polizei löst Party in Saarbrücken mit 35 Menschen auf

08:27
07.03.2021
Die Polizei in Saarbrücken hat eine größere Party in einem Mehrparteienhaus mit 35 Menschen beendet. Wie die Polizei mitteilte, feierten zahlreiche Menschen in der Nacht zu Sonntag ohne Einhaltung der geltenden Abstands- und Hygieneregeln einen Geburtstag in den Kellerräumlichkeiten des Hauses. Die Partygäste trugen keine Mund-Nasen-Bedeckungen, einige machten den Beamten gegenüber falsche Angaben über ihre Meldeadressen. Eine Person habe versucht, eine gänzlich falsche Identität anzugeben.

Es seien sogar Gäste aus Hessen angereist, um bei den Feierlichkeiten dabei zu sein, teilte die Polizei weiter mit. Dem durch die Einsatzkräfte ausgesprochenen Platzverweis seien die feierfreudigen Gäste teilweise nur widerwillig nachgekommen. Die Polizei habe gegen alle Beteiligten ein Verfahren wegen Verstößen gegen die Verordnung zur Bekämpfung der Corona-Pandemie eingeleitet.

(dpa)

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