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20210305130904

Söder: Keine Abkehr von Inzidenzwerten als Messlatte

13:07
05.03.2021
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat Rufen nach einer Abkehr von der Sieben-Tage-Inzidenz als entscheidende Messgröße zur Beurteilung der Lage in der Corona-Pandemie eine Absage erteilt. «Die Inzidenz ist nach wie vor der mit Abstand beste und verlässlichste Wert», sagte der CSU-Chef am Freitag in seiner Regierungserklärung im Landtag in München.

Es mache aus seiner Sicht keinen Sinn zu warten, bis die Zahl der Corona-Toten wieder steigt. «Wer auf Todesraten wartet, hat die Zeit verpasst zu handeln», sagte Söder.

Der Ministerpräsident verteidigte das von Bayern übernommene Konzept von Bund und Ländern zur stufenweisen Lockerung der Corona-Maßnahmen. Es gebe keinen Blindflug, sondern eine «atmende Matrix», die auch wieder zu Schließungen führen könne, wenn dies angemessen sei.

«Es gibt bei allem Verständnis und Ärger, den die Einschränkungen bedeuten, keinen Grund nachzulassen», sagte Söder. Die britische Virusvariante gewinne die Oberhand, dies sei besonders in den Regionen an den bayerischen Außengrenzen zu beobachten.

(dpa)

Präsident des Schwimm-Verbands kritisiert Corona-Beschlüsse

13:06
05.03.2021
Der Präsident des Deutschen Schwimm-Verbands, Marco Troll, hat die jüngsten Corona-Beschlüsse von Bund und Ländern deutlich kritisiert. «Wie viele Menschen freue ich mich, dass es nun endlich einen konkreten Plan gibt, an dem man sich orientieren kann. Ich bin jedoch mehr als enttäuscht, dass für unseren Wassersport nicht mehr zugelassen wird», wird Troll in einer Verbandsmitteilung am Freitag zitiert.

«Wir stehen seit langem bereit, verantwortungsvoll ein Teil der Lösung zu werden, aber man gibt uns nicht die Chance dazu. In Hinblick auf die Schwimmausbildung unserer Kinder finde ich das geradezu verantwortungslos», sagte Troll.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Länderchefs hatten am Mittwochabend verschiedene Schritte der Öffnung auch für den Sport beschlossen. Abhängig von regionalen Corona-Inzidenzwerten können die Bundesländer ab dem 8. März als erste Maßnahme kontaktfreien Sport unter freiem Himmel in kleinen Gruppen mit maximal zehn Personen vorsehen.

Laut DSV wäre erst der vierte Öffnungsschritt bei günstigem Pandemieverlauf ein Szenario für die Öffnung von Schwimmhallen. Erreicht werden kann dieser Schritt frühestens ab dem 22. März. Wenn die Inzidenz unter 50 liegt, könnte kontaktfreier Sport drinnen und Kontaktsport draußen erlaubt werden. Bei einer Inzidenz zwischen 50 und 100 wäre kontaktfreier Sport drinnen und Kontaktsport draußen möglich - jeweils mit tagesaktuellem Schnell- oder Selbsttest.

Troll geht das nicht schnell genug. «Meiner Meinung nach müssten Schwimmhallen wie Schulen behandelt werden und unter Einhaltung von Hygienekonzepten sofort geöffnet werden», sagte er.

(dpa)

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