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20210304171830

Stuttgarts OB prüft "Frühlingsfest light"

17:16
04.03.2021
Stuttgarts neuer Oberbürgermeister Frank Nopper (CDU) lässt prüfen, ob das ursprünglich für April geplante Frühlingsfest in einer Lightversion stattfinden kann. Der «Stuttgarter Zeitung» und den «Stuttgarter Nachrichten» (Freitag) sagte er: «Ein klassisches Fest mit Festzelten wird im April nicht stattfinden können. Wenn es die Rechts- und die Infektionslage zulassen, kann ich mir eine Biergarten-Version vorstellen, also eine Außenbewirtschaftung auf dem Cannstatter Wasen mit Teststationen.» Klar sei, dass die Hygieneregeln eingehalten werden müssten. Als Optimist rechne er damit, dass im September dann wieder ein richtiges Cannstatter Volksfest stattfinden könne.

Er sprach sich zudem dafür aus, die Außengastronomie zu öffnen und dafür zusätzliche Außenflächen zu nutzen. Auf städtische Gebühren will Nopper in diesem Zusammenhang im Coronajahr 2021 nach eigenen Angaben verzichten. «Wir können den Gastronomen, Einzelhändlern, Kulturschaffenden und Bürgerinnen und Bürgern keinen ewigen Lockdown zumuten.»

(dpa)

Kretschmann erläutert im Parlament Corona-Öffnungsplan für das Land

17:16
04.03.2021
Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) will am Freitag (10.00) im Landtag erläutern, wie Baden-Württemberg die Öffnungsbeschlüsse von Bund und Ländern umsetzen will. Zentral ist die Frage, ob es Lockerungen des Lockdowns auf Kreisebene oder nur landesweit geben soll. Die Beratungen in der grün-schwarzen Koalition dazu dauerten am Donnerstagabend noch an. Der Grünen-Politiker erklärte: «Dazu gehört dann auch die Frage, wie wir mit den Regionen umgehen und der drohenden Gefahr des Einkaufstourismus, wenn die eine Region öffnet und die Nachbarregionen noch zu haben.»

Der Beschluss von Bund und Ländern für regionale Lockerungen umfasst die Möglichkeit, Öffnungen an die landesweite Inzidenz zu koppeln oder aber nach Stadt- und Landkreisen vorzugehen. Der baden-württembergische Landkreistag hatte sich zuvor kritisch zu Öffnungen nach Kreisen geäußert. Man befürchte, dass ein «Ausweichverkehr» einsetzen werde in Kreise mit größerer Lockerung.

Sollte es allerdings eine landesweite Lösung geben, wären schnelle weitere Öffnungen wohl erst einmal nicht möglich. Denn: Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Virus pro 100 000 Einwohner binnen einer Woche im Südwesten ist in den vergangenen Tagen - auch wegen der Virusvarianten - wieder gestiegen. Zuletzt lag die Sieben-Tage-Inzidenz bei 54,4.

Der Nachbar Bayern hat sich für einen Stufenplan auf kommunaler Ebene entschieden. Liegt die Inzidenz stabil unter 50, sind mehr Lockerungen möglich, etwa für Schulen, Handel, Kultur oder Sport. Liegt sie über 100, greift eine Notbremse, die wieder einen harten Lockdown in Kraft setzt.

(dpa)

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